Archiv 2016

Auf nach Deutschland – 90 chinesische Jugendliche im Reisefieber

Jugendkus-Team Sankt Peter-Ording | © Goethe-Institut, Zentrale München
90 vom Goethe-Institut geförderte PASCH-Schülerinnen und -Schüler sind im August zu Jugendkursen nach Deutschland geflogen. Am Tag zuvor hatten sie sich in einem Seminar gemeinsam vorbereitet.


Das Goethe-Institut unterstützt in China gegenwärtig 80 PASCH-Schulen und hat seit 2008 rund 500 chinesische Fit-Schülerinnen und -Schüler zu Jugendkursen nach Deutschland eingeladen. Dieses Jahr  stand der Aufenthalt der chinesischen Stipendiatinnen und Stipendiaten in Deutschland unter dem besonderen Fokus des Deutsch-Chinesischen-Jahres für Schüler- und Jugendaustausch 2016, welches die deutsche und die chinesische Regierung im März ausgerufen haben.

Im Interview erzählen Yan Qiaolin aus Guangzhou, Zhang Hanwen aus Shanghai und Xiong Qicheng aus Ningbovon von ihrer Motivation und ihren ersten Eindrücken aus Deutschland. Das Interview entstand während des Aufenthalts in Deutschland.

Warum lernt ihr Deutsch?

Xiong Qicheng: Ich mag die Landschaften in Deutschland und die Hilfsbereitschaft der Menschen dort. Außerdem wird in vielen EU-Ländern Deutsch gesprochen.
Yan Qiaolin: Ich lerne Deutsch, weil ich die Sprache nützlich und interessant finde. Außerdem interessiere ich mich für deutsche Technologien und deutsche Musik.

 Die chinesischen Stipendiatinnen und Stipendiaten der PASCH-Jugendkurse 2016 | © Goethe-Institut China, Foto: He You

Welche Erwartungen habt ihr an euren Aufenthalt in Deutschland?

Yan Qiaolin: Ich möchte mein Deutsch weiter verbessern, neue Freundschaften schließen und interessante Erfahrungen machen.
Zhang Hanwen: Ich freue mich über die Begegnung mit Jugendlichen aus aller Welt und möchte dabei mein Deutsch und meine sozialen Kommunikationsffähigkeiten verbessern.

Wie sind eure ersten Eindrücke von eurem Kursort und von euren Mitschülern?

Yan Qiaolin: Die Natur hier ist wunderschön, meine Mitschülerinnen und -Schüler sind sehr nett und wir reden über unsere Kulturen und haben viel Spaß dabei.
Zhang Hanwen: Genau. Und keiner hat Vorurteile gegenüber anderen.
Xiong Qicheng: Die Umgebung ist sehr schön, die Unterkunft prima und alle helfen sich gegenseitig beim Lernen und geben aufeinander Acht.

 Die chinesischen Stipendiatinnen und Stipendiaten der PASCH-Jugendkurse 2016 | © Goethe-Institut China, Foto: He You

Gibt es Unterschiede und Gemeinsamkeiten zwischen China und Deutschland, euch und euren Mitschülerinnen und -Schülern?

Yan Qiaolin: Die Sprache, das Essen, das Wetter, alles ist anders in Deutschland und China. Deutsche gehen sehr verantwortungsbewusst mit der Natur um. Sie trennen Müll und recyceln Papier. Deshalb ist die Natur hier so schön.
Zhang Hanwen: China und Deutschland haben beide lange kulturelle Wurzeln und sind tolerant gegenüber anderen. Meine Mitschülerinnen und –Schüler sprechen verschiedene Muttersprachen, tragen andere Kleidung und haben unterschiedlich gute Deutschkenntnisse, aber alle verbindet die Leidenschaft für die deutsche Sprache.

Welche Möglichkeiten bieten sich aus eurer Sicht Jugendlichen durch das Deutsch-Chinesische Jahr des Schüler- und Jugendaustauschs?

Yan Qiaolin: Durch den Austausch können Jugendliche ihre Sprachkenntnisse verbessern und viele nette Leute und ihre jeweilige Kultur kennenlernen. Ich hoffe, dass ich auch in Zukunft Deutschland öfter besuchen kann.
Xiong Qicheng: Ich finde Auslandserfahrung sehr wichtig. Ich möchte später IT-Spezialist werden und in Deutschland oder in den USA studieren.
Zhang Hanwen: Die Welt rückt durch solche Austauschangebote näher zusammen. Ich möchte später in Europa Sprachen studieren und bei den Vereinten Nationen arbeiten.
 
Das Interview führte Karin Benkelmann-Zhang, Goethe-Institut China.
Datum: 12.09.2016
Karin Benkelmann-Zhang, Expertin für Unterricht, Goethe-Institut China
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