Archiv 2016

Neues berufsbezogenes Prüfungsformat: DSD I PRO


Eine Berufsausbildung machen und dabei eine berufsbezogene Sprachprüfung im Ausland ablegen? Das bietet die neue Sprachprüfung im Programm des Deutschen Sprachdiploms (DSD), die im Frühjahr 2017 erstmalig abgelegt werden kann.

„Mit der berufsorientierten Prüfung hat die Zentralstelle für das Auslandsschulwesen (ZfA) ihr Prüfungsportfolio im Programm des Deutschen Sprachdiploms der Kultusministerkonferenz erneut erweitert“, erklärt Dr. Wassilios Klein, der das neue Format in der ZfA vorbereitet. Bereits seit über 40 Jahren bietet die ZfA Prüfungen zum DSD Stufe I und Stufe II an, derzeit an über 1.100 allgemeinbildenden Schulen im Ausland. Und seit dem Jahr 2011 können Schülerinnen und Schüler in Willkommensklassen das „DSD I Inland“ erwerben, bislang in acht deutschen Bundesländern. Die neue Prüfung DSD I PRO kann zukünftig an Berufsschulen im Ausland abgelegt werden.

Zielgruppe: Berufsschülerinnen und Berufsschüler

DSD I PRO richtet sich an Deutschlernende an beruflichen Schulen aller Fachgebiete. Gegenstand der Prüfung ist allgemein berufsorientiertes Deutsch. Zielgruppe sind Schülerinnen und Schüler ab etwa 16 Jahren, die sich im Ausland auf eine deutschsprachige Berufsausbildung im Dualen System vorbereiten oder während ihrer Ausbildung an einer Berufsfachschule Deutsch als Fremdsprache erlernen. Geprüft wird auf den Niveaustufen A2/B1 des Gemeinsamen europäischen Referenzrahmens (GER).

„Die Aufgaben sind der Zielgruppe angepasst und in den Handlungsfeldern Berufsschule, Praktikum beziehungsweise betriebliche Ausbildung situiert. Auch die Berufswahl und die Information über Berufe aus verschiedenen Bereichen spielen dabei thematisch eine wichtige Rolle“, erläutert Dr. Klein. „Die Prüfung wäre zudem ein sehr sinnvolles Instrument zur Kompetenzfeststellung in Internationalen Vorbereitungsklassen an beruflichen Schulen im Inland.“

Individuellen Lernstand messen

Bei DSD I PRO handelt es sich um eine Stufenprüfung, mit der zwei verschiedene Kompetenzniveaus simultan gemessen werden können. Dadurch kann für jede Schülerin und jeden Schüler ein Leistungsprofil erstellt werden, das den individuellen Fremdsprachenerwerbsprozess widerspiegelt. Geprüft werden dabei die Teilfertigkeiten Leseverstehen, Hörverstehen, Schriftliche und Mündliche Kommunikation auf den Kompetenzstufen A2 und B1.

Auf der Website der ZfA finden sich der bereits erprobte Modellsatz 1, Handreichungen zu den Prüfungsteilen Schriftliche und Mündliche Kommunikation sowie ein Leitfaden, der Lehrkräften hilft, mit den Schülerinnen und Schülern die Bearbeitung der Schreibaufgabe zu üben. Außerdem gibt es eine Hinführung zu berufsorientiertem Deutsch für alle Lehrkräfte, die wissen möchten, wie sie den Unterricht mit Hinblick auf die Prüfung gestalten können.

Datum: 02.06.2016
Quelle: Zentralstelle für das Auslandsschulwesen (ZfA)
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