Archiv 2016

Georgien beim Forum „Menschen bewegen“ des Auswärtigen Amts


Vom 13. bis 15. April 2016 lud das Auswärtige Amt Vertreterinnen und Vertreter von über 50 PASCH-Schulen und Bildungsbehörden verschiedener Länder weltweit zum Forum „Menschen bewegen“ nach Berlin ein. Mit dabei: Georgien.

Georgien war mit dem stellvertretenden Bildungsminister Giorgi Sharvashidze, dem Gründer der PASCH-Schule „Euro 2000“ in Batumi, Anzor Abuseridze, der Deutschlehrerin Maia Dumbadze sowie drei Schülerinnen und Schülern der Schule dabei. Das eindrucksvolle Bildungstreffen mit kulturellen Höhepunkten wie interessanten Workshops an einem Berliner Gymnasium, Austauschforen für Schulleitungen und natürlich zahlreichen Begegnungen zwischen den Delegationen der Länder sowie Besichtigungen in der Hauptstadt, zeigten die Breite der Auswärtigen Kultur- und Bildungspolitik (AKBP). Als Best-Practice-Beispiel wurde die PASCH-Initiative in den Fokus gestellt. Bildungsbiografien mit Deutschlandbezug machten die Wirkung der AKBP anschaulich. Die Mitglieder der georgischen Delegation nahmen viele Eindrücke mit nach Hause. Es wurden Kontakte geknüpft, Freundschaften geschlossen und über das Deutschlernen diskutiert.


Der Schüler Ilia Bladadze fasst seine Eindrücke und Gedanken wie folgt zusammen:

„Das Projekt 'Menschen bewegen' war sicherlich das größte Ereignis in meinem Leben. Grund dafür ist nicht allein, dass ich die Möglichkeit hatte Berlin zu bereisen, sondern bei einem Projekt dabei zu sein, dessen Idee es war, junge Menschen zusammenzubringen für eine friedliche und geeinigte Zukunft.
Ehrlich gesagt, hat das Projekt meine Erwartungen übertroffen, obgleich ich schon fast damit rechnete. Heutzutage hört man in meinem Land oft, dass sich die Welt in einer kritischen Phase befindet und der Beginn eines neuen Weltkriegs noch nie so nah war wie heute. Bevor ich Teil dieses Projekts geworden bin, war auch ich von diesen Gedanken eingenommen und dachte, dass es unmöglich ist, darum einen Bogen zu machen.

Warum hat 'Menschen bewegen' einen so großen Einfluss auf mich genommen? Die Größe dieses Projekts und die gemeinsame Idee, die die Menschen mit ganz unterschiedlichen kulturellen, traditionellen und religiösen Hintergründen nicht nur während dieser drei Tage vereinigt hat, waren sicher der Grund dafür. Das Projekt hat mich motiviert, die Hoffnung nicht aufzugeben. Ich bin jetzt überzeugt, dass die Zukunft in den Händen unserer Generation liegt. Es ist klar, dass es uns viel Kraft kosten wird, Frieden zu schließen, aber wir müssen wissen und haben nun mehr Hoffnung darauf, dass das zu schaffen ist. Die Organisatoren vom 'Menschen bewegen' haben schon einen großen Beitrag dazu geleistet. Jetzt lasst uns unsere Pflicht erfüllen und unsere kleinen Beiträge einbringen.“

Das Forum „Menschen bewegen“ hat Menschen in jeder Hinsicht bewegt und war mehr als bewegend. Bewegung in Form des Aufeinander-Zugehens von Menschen aus aller Welt ist ganz sicher erreicht worden – eine Bewegung, die in Zeiten sich überlagernder Krisenherde in der Welt nachhaltig und friedensfördernd wirken wird.

Datum: 04.05.2016
Quelle: Zentralstelle für das Auslandsschulwesen (ZfA)

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