Archiv 2015

PASCH-Initiative ist 2015 in China weiter auf Erfolgskurs


Die Anzahl der DSD-Schulen, der DSD-Diplome und der chinesischen DSD-Studienbewerber für Deutschland steigen auch in diesem Jahr. Damit erfreut sich auch die PASCH-Initiative weiterhin großer Beliebtheit an chinesischen Mittelschulen.

Im Laufe des Jahres 2015 konnte die Anzahl der Schulen in China, an denen das Deutsche Sprachdiplom (DSD) der Kultusministerkonferenz erworben werden kann, auf inzwischen 45 Schulen (Ziel: 55) erhöht und neue Schulen aus den Städten Chongqing, Lanzhou, Tianjin, Guangzhou und Peking in das PASCH-Netzwerk aufgenommen werden. Weitere Schulen in Guangzhou, Hangzhou und anderen Städten stehen bereits in den Startlöchern, um auch ihren Schülerinnen und Schülern das DSD-Programm an ihren Schulen anzubieten. Insgesamt lernen fast 7.000 chinesische Schülerinnen und Schüler an den DSD-Schulen Deutsch als erste oder zweite Fremdsprache.

Erstklassige Ausbildung in Deutschland

Als Grund für die Wahl von Deutsch als erste oder zweite Fremdsprache wird dabei von den vor allem naturwissenschaftlich und technisch interessierten Schülerinnen und Schülern nicht nur eine besondere Vorliebe für die deutsche Kultur, deutsche Autos, Fußballmannschaften, Musik und Literatur angegeben, sondern immer häufiger auch die Aussicht auf ein kostengünstiges Studium in Deutschland mit erstklassiger Ausbildung.

Dank der hervorragenden Vorbereitung der Schülerinnen und Schüler auf die DSD-Prüfungen durch engagierte und hochqualifizierte chinesische Deutschlehrkräfte, vermittelte deutsche Programmlehrkräfte und zahlreiche von der ZfA organisierte Fortbildungs-, Wettbewerbs- und Austauschangebote, bestehen jedes Jahr etwa 80 Prozent der Prüflinge die DSD II und circa 70 Prozent der Prüflinge die DSD-I-Prüfungen.

In Kombination mit einer Zulassung an eine der chinesischen Eliteuniversitäten (211er Projekt) erhalten diese exzellent ausgebildeten Schülerinnen und Schüler die Gelegenheit, sich um einen Studienplatz an einer deutschen Universität ihrer Wahl (mit DSD II) beziehungsweise an einem deutschen Studienkolleg (mit DSD I) zu bewerben.

250 Bewerbungen für einen Studienplatz in Deutschland


In diesem Jahr bewarben sich insgesamt etwa 250 chinesische DSD-Schülerinnen und Schüler um einen Studienplatz in Deutschland. Während bei den chinesischen Jungen in erster Linie Maschinenbau oder Ingenieurswissenschaften als Studienwunsch angegeben wurde, entschieden sich die Mädchen häufiger für BWL, VWL oder Wirtschaftswissenschaften. Die Hälfte der DSD-II-Schülerinnen und -Schüler kommt dabei momentan aus der Region Chengdu/Chongqing, die überwiegende Anzahl der DSD-I-Absolventen aus dem Großraum Shanghai.

Wie sich die Zahlen 2016 und darüber hinaus weiterentwickeln werden, ist allerdings ungewiss: Sorgen chinesischer Eltern sowie Schülerinnen und Schüler wegen einer veränderten Sicherheitslage in Europa und einer Reform der chinesischen Hochschulzulassungsprüfung (Gaokao), lassen das Interesse an einem Studium in Deutschland sinken; dem stehen aber steigende DSD-Absolventenzahlen gegenüber. Eine Herausforderung, nicht nur für die drei ZfA-Fachberaterinnen und -Fachberater in China.

Die PASCH-Initiative, mit der bei jungen Menschen nachhaltiges Interesse für das moderne Deutschland und die deutsche Sprache geweckt werden soll, wird vom Auswärtigen Amt koordiniert und gemeinsam mit der Zentralstelle für das Auslandsschulwesen (ZfA), dem Goethe-Institut, dem Deutschen Akademischen Austauschdienst und dem Pädagogischen Austauschdienst der Kultusministerkonferenz umgesetzt. PASCH vernetzt weltweit rund 1.800 Schulen, an denen Deutsch einen besonders hohen Stellenwert hat. Dazu gehören die von der ZfA geförderten 140 Deutschen Auslandsschulen sowie die rund 1.100 nationalen Schulen, die das Deutsche Sprachdiplom (DSD) der Kultusministerkonferenz anbieten.

Datum: 16.12.2015
Quelle: Zentralstelle für das Auslandsschulwesen (ZfA)

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