Archiv 2015

Basecap und Kuma: Diversität beim PASCH-Sprachcamp der Golf-Region


Vier Länder, fünf Schulen, 13 Nationalitäten: Im Oktober veranstaltete das Goethe-Institut Golf-Region zum ersten Mal ein einwöchiges Sprachcamp für 26 PASCH-Schülerinnen und -Schüler.

In keiner Region der Welt sind die PASCH-Schulen so unterschiedlich: Eine britische Privatschule in Kuwait, eine multinationale Schule in Bahrain, eine traditionelle Jungenschule in Doha sowie eine staatliche Jungen- und Mädchenschule im Oman. Die Heterogenität machte sich bereits bei den Kopfbedeckungen bemerkbar: Vom sportlichen Basecap über die omanische Kumma, den katarischen Thawb und bunte Kopftücher bei den Mädchen bis zum Verzicht auf jegliche Kopfbedeckung – alles war in der Gruppe vertreten. Entsprechend unterschiedlich war auch der kulturelle und sprachliche Hintergrund der Teilnehmenden. Doch zwei Dinge hatten alle gemeinsam: Sie lernen Deutsch an einer PASCH-Schule und sie leben in der Golf-Region – einem der trockensten und heißesten Gebiete der Welt.

Deutsch und Umweltprojekte


Und genau da setzte das PASCH-Sprachcamp an: Jeden Vormittag stand Deutschunterricht auf dem Programm. Während einige Schülerinnen und Schüler schon seit zwei Jahren Deutsch lernen und bereits einen Jugendkurs in Deutschland besucht haben, gab es andere, die gerade erst mit Deutsch begonnen haben. Eine Herausforderung für die Lehrkräfte. Doch schnell zeigte sich, wie gut sich die Jugendlichen gegenseitig helfen. Am Nachmittag arbeiteten die Teilnehmenden in Projekten zu verschiedenen Umweltthemen in ihren Ländern: hoher Wasserverbrauch, Luftverschmutzung sowie Überbevölkerung bei knappen Energieressourcen waren die wichtigsten Themen, die sie beschäftigten. Gemeinsam entwickelten sie Lösungsvorschläge und präsentierten sie vor der Gruppe.

Tradition trifft kulturelle Vielfalt

Auch Ausflüge gehörten zum Programm: eine Wandertour im benachbarten Wadi Shab, ein Tagesausflug nach Maskat mit Besuch der Großen Moschee, des Goethe-Instituts und des Souks sowie ein Ausflug in die Küstenstadt Sur. Dort besuchten die Schülerinnen und Schüler eine Schiffswerft, wo noch heute die traditionellen Dhows hergestellt werden. Für die omanischen Jugendlichen eine Gelegenheit, ihren Gästen die lange Seefahrtsgeschichte zwischen Oman und Ostafrika zu zeigen.

Höhepunkt des einwöchigen Sprachcamps war der internationale Abend. Hier zeigte sich erneut, dass die Golf-Region bunter ist, als viele annehmen. Von der bahrainischen Nationalhymne über eine Präsentation der katarischen Hauptstadt Doha als Sportstadt bis zum traditionellen omanischen Volkstanz – die Jugendlichen zeigten, dass sie trotz ihrer unterschiedlichen Herkunft eine starke Verwurzelung mit den Ländern haben, in denen sie leben.

Datum: 27.11.2015
Quelle: Sabine Brachmann-Bosse,
Leiterin des Goethe-Institut Deutschkurse und Prüfungen Maskat
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