Archiv 2015

Schreibwettbewerb in Chile: „Der Wandel muss zu Hause anfangen“


„Der Wandel muss zu Hause anfangen“, lautet der Titel eines Interviews, das zum Schreibwettbewerb der Zentralstelle für das Auslandsschulwesen (ZfA) in Chile eingereicht wurde. Das Thema des Wettbewerbs: Luftverschmutzung in Chile.

Im Rahmen des Wettbewerbs, der auf PASCH-net – der Website der Initiative „Schulen: Partner der Zukunft“ – ausgeschrieben wurde, konnten sich Schülerinnen und Schüler von ZfA-betreuten Schulen mit der Fragestellung beschäftigten, was man gegen die zunehmende Luftverschmutzung in Städten wie Santiago oder Temuco unternehmen kann. Zu gewinnen gab es ein Stipendium des Pädagogischen Austauschdienstes (PAD) der Kultusministerkonferenz für eine vierwöchige Studienreise nach Deutschland.

Das Interesse überraschte selbst die Fachberatung der ZfA in Chile: Mehr als 40 Beiträge von Schülerinnen und Schüler Deutscher Auslandsschulen und DSD-Schulen in Chile und sogar Anfragen aus China erreichten die Organisatoren. Acht Schülerinnen und Schüler aus sieben Schulen wurden am 6. November von der Fachberatung zum Finale ins Goethe Institut eingeladen. Die Finalisten der Deutschen Schule Santiago, der Deutschen Schule Sankt Thomas Morus, des Instituto Alemán de Puerto Montt, der Deutsche Schule Chillán, der Deutschen Schule Valparaíso, der Deutschen Schule La Serena und der Deutsche Schule Valdivia hatten die Aufgabe, zu einem Foto einen Blogbeitrag zu schreiben. Darin sollten sie Projekte erläutern, um die Luftverschmutzung in Santiago de Chile zu bekämpfen.

Engagement und Problembewusstsein


Victoria Subiabre, Schülerin der Deutschen Schule Sankt Thomas Morus, schlug ein Fahrrad fürs Leben vor. Dieses Fahrrad könne jeder Mensch für zwölf Jahre pachten, um langfristig vom Auto auf das Fahrrad umzusteigen. Gabriela Olavarria vom Instituto Alemán de Puerto Montt aus dem Süden Chiles forderte, dass die Autobesitzer, deren Autos zu hohe Schadstoffe ausstoßen, Geldstrafen zahlen sollten. Pedro Subiabre, Schüler der Deutschen Schule La Serena, erläuterte, dass er Politiker werden und in dieser Funktion einen Preis für das beste ökologische Verhalten ausschreiben wolle. Einig waren sich die Schülerinnen und Schüler aller 14 teilnehmenden Schulen in einem: Der Wandel hinsichtlich des Umweltverhaltens müsse auch in der Schule ein zentrales Thema sein.

Beeindruckt war die Jury, die sich aus Kathrin Herrmann (Deutsche Botschaft Santiago), Álvaro Camú (Leiter der Sprachabteilung des Goethe Instituts in Santiago) und Anna Hendrischk-Seewald (Fachberatung der ZfA in Chile) zusammensetzte, von dem großen Engagement und Problembewusstsein der Jugendlichen aus I° und IIº Medio. Für ihre Reportagen auf dem Weg zum Finale in Santiago hatten die Jugendlichen viel recherchiert, Umweltexperten interviewt und alternative Energieprojekte besucht. Die Schülerinnen und Schüler bewiesen sowohl in den Reportagen als auch in ihren Blogeinträgen soziales Engagement und Kreativität zur Lösung einiger Probleme des weltweiten Problems der Luftverschmutzung.

Der Jury fiel es deshalb nicht leicht, die beiden Siegerinnen und den dritten Platz auszuwählen. Die diesjährigen Gewinnerinnen sind:

  • 1. Platz: Viktoria Subiabre, Deutsche Schule Sankt Thomas Morus
  • 2. Platz: Gabriela Olavarria, Deutsche Schule Puerto Montt
  • 3. Platz : María Teresa Salles Sapag, Deutsche Schule Valparaíso

Während sich die Drittplatzierte über ein einjähriges Abonnement einer deutschsprachigen Zeitung ihrer Wahl freuen darf, werden die beiden Siegerinnen zusammen mit den Siegern des nationalen Debattierwettbewerbs Matias Cifuentes (Deutsche Schule Santiago) und Ignacia Bustos (Deutsche Schule La Serena) sowie der Siegerin des diesjährigen "Pecha Kucha"-Wettbewerbs Catalina Karmy (Deutsche Schule Puerto Varas) im Juli 2016 vier Wochen lang unterschiedlichste Aspekte von Deutschland kennenlernen.

Neben dem Aufenthalt in Familien und dem Besuch einer Schule in Deutschland werden sie zusammen mit Jugendlichen aus allen Teilen der Welt Reisen nach Köln, München und Berlin und eine Vielzahl von Exkursionen unternehmen. Dabei sind die Jugendlichen nicht auf sich alleine gestellt: Die Preisträgerinnen und Preisträger werden von geschulten Begleiterinnen und Begleitern des PAD betreut. Die Organisatoren wünschen den Siegerinnen viel Spaß in Deutschland und sind sicher, dass sie viel von ihren Erlebnissen und Eindrücken an ihre Schulen weitergeben werden.

Datum: 25.11.2015
Quelle: Zentralstelle für das Auslandsschulwesen (ZfA)
Links zum Thema

PASCH-net und Social Media