Archiv 2015

DSD-Schüler aus Belarus zu Besuch in Berlin


Schülerinnen und Schüler aus Belarus sind seit dem 24. Oktober zu Besuch in Berlin. Es standen ein Besuch des Deutschen Bundestags und Gespräche mit der Bundestagsabgeordneten Dr. Ute Finckh-Krämer auf dem Programm.

„Ist Berlin noch eine geteilte Stadt?“ Diese Frage beschäftigt 21 Schülerinnen und Schüler der Klassenstufen 9 bis 11 von vier DSD-Schulen aus Minsk und Brest in Belarus, die eine Woche lang die deutsche Hauptstadt besuchen. Die Projektreise wird finanziert aus Mitteln des Sonderprogramms zum „Ausbau der Zusammenarbeit mit der Zivilgesellschaft in den Ländern der Östlichen Partnerschaft“, die vom Deutschen Bundestag über das Auswärtige Amt zur Verfügung gestellt werden.

Die Jugendlichen bearbeiten in Projekten verschiedene Themenschwerpunkte, die sich mit Berlin, 25 Jahre nach der Wiedervereinigung, beschäftigen. Es soll geklärt werden, ob Berlin noch eine geteilte Stadt ist und wie die aktuelle Situation von Migrantinnen und Migranten in der Stadt wirkt. Der dritte Part widmet sich der Kunst in der Hauptstadt. Zur besseren Veranschaulichung werden Standorte besichtigt, Interviews geführt, Filme gedreht. Anschließend gestalten sie Lernmittel für andere Schülerinnen und Schüler.

Dr. Ute Finckh-Krämer vermittelt ein lebendiges Bild von parlamentarischer Demokratie

Zu der Projektwoche gehört auch ein Gespräch mit der Bundestagsabgeordneten Dr. Ute Finckh-Krämer, Mitglied im Auswärtigen Ausschuss und in der deutsch-belarussischen Parlamentariergruppe. Das Gespräch bot eine gute Gelegenheit, einen Einblick in die Strukturen und aktuelle Themen deutscher Politik zu bekommen. Die besprochenen Themen umfassten die Beweggründe Politikerin zu werden, die aktuelle politische und gesellschaftliche Situation Berlins nach der Wende, Zuwanderung und Perspektiven von Flüchtlingen, die medizinische Versorgung in Deutschland und erfolgversprechende Arbeitsperspektiven für Zuwanderer.

Interessant fand die Berliner Abgeordnete, dass die Erfahrungen aus 40 Jahren DSD im Ausland mittlerweile auch in acht Bundesländern in Deutschland übertragen werden können. Hier wird das DSD I in Klassen zur sprachlichen Erstintegration eingesetzt. Katrin Shimizu, Vertreterin des Auswärtigen Amts, und Astrid Stefani von der Zentralstelle für das Auslandsschulwesen waren beeindruckt vom Engagement und dem Interesse der Schülerinnen und Schüler, von denen ein Großteil nach erfolgreich bestandenem DSD II gerne in Deutschland studieren möchte.

Die Zentralstelle für das Auslandsschulwesen (ZfA) des Bundesverwaltungsamtes betreut im Auftrag des Auswärtigen Amts und unter Mitwirkung der Länder mehr als 140 Deutschen Auslandsschulen und rund 1100 Sprachdiplomschulen personell, finanziell und pädagogisch. Die ZfA verstärkt die qualitätsorientierte Schulentwicklung und unterstützt die Gründung neuer Schulen mit deutschem Profil. Sie berät lokale Schulen beim Aufbau des Deutschunterrichts und bei der Einführung deutscher Schulabschlüsse nach internationalen Standards.

Datum: 03.11.2015
Quelle: Zentralstelle für das Auslandsschulwesen (ZfA)

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