Archiv 2015

Spuren deutscher Geschichte in Berlin


Zehn Deutschlehrkräfte von PASCH-Schulen in Ägypten, Algerien, Jordanien, dem Libanon und Marokko erkundeten im Sommer 2015 Zäsuren deutscher Geschichte am Beispiel von Berlin.

Was macht Deutschland zu Deutschland? Wer diese Frage beantworten will, muss eine profunde Kenntnis über die deutsche Geschichte und ihre Zäsuren haben. Deshalb verbrachten vom 9. bis zum 22. August 2015 zehn Deutschlehrkräfte aus fünf arabischen Ländern zwei Wochen in Berlin, um sich zur deutschen Geschichte und ihrer Vermittlung fortzubilden. Unter anderem standen die Berliner Mauer, die Ausstellung „Topographie des Terrors“ und die Behörde zur Aufarbeitung der Akten der Staatssicherheit auf dem Besuchsprogramm.

Die Lehrerinnen und Lehrer besuchten jedoch nicht nur zeithistorische Schauplätze, sondern wurden auch mit wissenschaftlichen Kontroversen um verschiedene Deutungen der deutschen Geschichte vertraut gemacht: Ob „historische Verantwortung“ oder „deutscher Sonderweg“, die Geschichtsforschung an deutschen Universitäten ist vielfältig und reich an Diskursen. Mit großem Interesse tauschten sich die Teilnehmenden auch über die unterschiedlichen Geschichtsschreibungen in den verschiedenen Ländern aus und stellten hierbei einige Unterschiede fest.

Auch die Unterrichtstechniken sollten nicht zu kurz kommen. Durch Inhalte wie „Deutsche Geschichte in Liedern“ oder Reflektionen über die Rolle von Geschichte im Deutschunterricht sowie mögliche Kooperationen mit Geschichtslehrkräften können die Teilnehmerinnen und Teilnehmer ihren Unterricht nun gezielter und abwechslungsreicher gestalten. Die Lehrkräfte erarbeiteten nach der Fortbildung in einer Online-Phase Unterrichtsentwürfe und werden gemeinsam mit Geschichtslehrerinnen und Geschichtslehrern an den jeweiligen PASCH-Schulen ihre neuen Kenntnisse anwenden.

Datum: 31.10.2015
Quelle: Hendrik Lux,
Experte für Unterricht am Goethe-Institut Kairo

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