Archiv 2015

Französisches Gymnasium in Berlin erhält PASCH-Plakette


Mit der Verleihung der PASCH-Plakette durch das Auswärtige Amt am 10. Oktober wird das Französische Gymnasium in Berlin offiziell Teil des PASCH-Netzwerks – als erste Schule in Deutschland.

Dr. Andreas Görgen, Leiter der Abteilung Kultur und Kommunikation im Auswärtigen Amt, überreichte der deutschen und der französischen Schulleitung am 10. Oktober in einem feierlichen Rahmen die PASCH-Plakette. Das Französische Gymnasium (FG) in Berlin wurde damit offiziell in das weltweite Netzwerk der PASCH-Schulen aufgenommen.

PASCH steht für die 2008 ins Leben gerufene Initiative „Schulen: Partner der Zukunft“. Die PASCH-Initiative, mit der bei jungen Menschen nachhaltiges Interesse für das moderne Deutschland und die deutsche Sprache geweckt werden soll, wird vom Auswärtigen Amt koordiniert und gemeinsam mit der Zentralstelle für das Auslandsschulwesen (ZfA), dem Goethe-Institut, dem Deutschen Akademischen Austauschdienst und dem Pädagogischen Austauschdienst der Kultusministerkonferenz umgesetzt.

PASCH vernetzt weltweit rund 1.800 Schulen, an denen Deutsch einen besonders hohen Stellenwert hat. Dazu gehören die von der ZfA geförderten 140 Deutschen Auslandsschulen sowie die rund 1.100 nationalen Schulen, die das Deutsche Sprachdiplom (DSD) der Kultusministerkonferenz anbieten.

Verleihung des Deutschen Sprachdiploms


Auch am Französischen Gymnasium in Berlin wird das DSD angeboten. Es wurde bereits im Schuljahr 2013/14 auf Initiative der Fachbereichsleiterin Carola von Dewitz eingeführt. Inzwischen haben 65 Jugendliche, die Deutsch als Fremdsprache lernen, das DSD I erhalten, 22 Jugendliche erwarben bereits das DSD II. Stufe I entspricht den Niveaustufen A2/B1 des Gemeinsamen europäischen Referenzrahmens (GER), Stufe II den Niveaustufen B2/C1.

Im Anschluss an die Verleihung der PASCH-Plakette wurde das DSD Stufe I an 30 Schülerinnen und Schüler der Klassenstufen acht bis zehn durch Vertreterinnen der Senatsverwaltung für Bildung, Wissenschaft und Forschung sowie der ZfA verliehen. Dr. Görgen begrüßte, dass so erfolgreiche Instrumente der Auslandsschularbeit wie das DSD nun auch im Inland genutzt würden. Damit könne immens von den Erfahrungen aus dem Ausland profitiert werden. Die Förderung der deutschen Sprache und die interkulturelle Verständigung sind wesentliche Schwerpunkte in der Auslandsschularbeit.

„Wir sind stolz, dass unsere Schülerinnen und Schüler mit so viel Elan an die Sache herangehen. Bei uns ist neben der Mehrsprachigkeit, die Förderung von interkultureller Kompetenz durch das tägliche Miteinander in einer internationalen Schüler- und Lehrerschaft ein wesentlicher Schwerpunkt“, betonte Ilka Steinke, deutsche Schulleiterin am FG.

Deutsch-Französische Zusammenarbeit


Das Französische Gymnasium ist ein öffentliches Berliner Gymnasium und zugleich eine französische Auslandsschule, deren Verkehrssprache Französisch ist. Es führt daher nicht nur zum deutschen Abitur, sondern auch zum französischen Baccalauréat und zum ABIBAC. Neben vielen Schülerinnen und Schülern mit Deutsch als Muttersprache lernen hier auch frankophone Schülerinnen und Schüler, für die Deutsch eine Fremdsprache ist.

Das Französische Gymnasium bereitet auf das Leben und die Arbeit in der modernen Welt und in Europa vor. Es ist ein gelungenes Beispiel der Deutsch-Französischen Zusammenarbeit, betonte auch die Vertreterin der Französischen Botschaft in Berlin, Myriam Grafto.

Datum: 19.10.2015
Quelle: Zentralstelle für das Auslandsschulwesen (ZfA)

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