Archiv 2015

Umweltcamp mit Schülerinnen und Schüler aus Osteuropa


Vom 12. bis 25. Juli 2015 nahmen 35 Schülerinnen und Schüler sowie 12 Lehrkräfte aus Kasachstan, Russland und der Ukraine an einem Umweltcamp in Scharbeutz an der Ostsee und in Bremen teil.

MINT am Strand, in der Schule…

Im Unterricht näherten sich die Schülerinnen und Schüler gemeinsam an das Thema des Camps an: Beim Stationenlernen beschäftigten sie sich die Kleingruppen mit Plankton, PH-Wert, Elektrizität, Pflanzenbestandteilen, Meerwasser und vielem mehr. Sie erkundeten gemeinsam die Steilküste an der Lübecker Bucht und untersuchten mit einem Geologen-Team die Beschaffenheit von Steinen, um Rückschlüsse auf die Erdgeschichte zu ziehen. Einer der Höhepunkte des Camps war der gemeinsame Unterricht mit deutschen Schülerinnen und Schülern in den Fächern Biologie, Chemie und Physik im Carl-Maria-von-Weber-Gymnasium in Eutin. Begeistert waren die Schülerinnen und Schüler auch vom Besuch bei der Firma Kendrion und Kuhnke, eines der führenden deutschen Unternehmen für Automatisierungsprozesse. Beim Ausflug in die schleswig-holsteinische Landeshauptstadt Kiel stand eine Besichtigung des Helmholtz-Zentrums für Ozeanforschung Kiel GEOMAR und des Zoologischen Museums auf dem Programm.

… im Museum und an der Universität


Gemeinsam mit der Deutschen Umwelthilfe gestalteten die Schülerinnen und Schüler eine Umwelt-Kunst-Aktion im öffentlichen Raum, bei der sie selbst gestaltete Umweltplaketten an Müll sammelnde Strandbesucher verteilten. Außerdem gab es verschiedene Themenabende wie ein Kulturen- und Länderabend, eine Talentshow sowie einen Lagerfeuerabend mit Gesang. Weitere Exkursionen führten die Teilnehmer zum Eutiner Schloss, ins Freilichtmuseum Molfsee, nach Malente sowie in die Hansestädte Lübeck und Bremen. Dort ging das zweiwöchige Camp mit Besuchen des Universums – eines interaktiven Museums zu den Bereichen Mensch, Technik und Natur – zu Ende. Ihr Können in den MINT-Fächern stellten die Jugendlichen bei einem abschließenden Besuch an der Universität Bremen unter Beweis, wo sie unter der Anleitung der Mitarbeiterin am Umweltmanagementsystem der Bremer Uni, Frau Dr. Sövegjarto-Wigbers und ihres Teams, chemische Experimente durchführten.

Russisch-ukrainische Eintracht


All dies schweißte die Jugendlichen, die aus den unterschiedlichsten Regionen der drei osteuropäischen Länder kamen, zu einer festen Einheit zusammen. Eines der abschließenden Fotos entstand vor dem Holstentor in Lübeck. Dort steht auf Latein Concordia domi foris pax, was so viel heißt wie „Eintracht innen, draußen Friede“ – ein schönes Bild, vor allem in diesen bewegten Zeiten.

Datum: 05.08.2015
Quelle: Veikko Frauenstein, Projektreferent „Schulen: Partner der Zukunft“ am Goethe-Institut Kiew

PASCH-net und Social Media