Archiv 2015

Erstes Webinar zur Studienberatung in China


Neue Wege der Studienberatung für chinesische Sprachdiplomabsolventinnen und -absolventen beschreiten die Fachberaterinnen und Fachberater der Zentralstelle für das Auslandsschulwesen (ZfA) in China.

Zukünftig können Informationsveranstaltungen zur Studienberatung in China online als Webinar durchgeführt werden. Eine erste Auftaktveranstaltung gab es kürzlich für die Deutschlehrerinnen und -lehrer.

Das Deutsche Sprachdiplom der Kultusministerkonferenz (DSD), das in China an rund 50 Schulen angeboten wird, bietet die sprachlichen Zugangsvoraussetzungen für ein Studium in Deutschland. Daher gehört auch die Studienberatung zu den Aufgaben der drei ZfA-Fachberaterinnen und -Fachberater, die das DSD-Programm vor Ort betreuen. „Besuchte man in den vergangenen Jahren noch relativ mühsam und zeitintensiv die in ganz China verstreuten DSD-Schulen, um über das Studium in Deutschland zu informieren, so haben wir mit unserem ersten Webinar, das von der Außenstelle des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD) in Peking organisiert wurde, einen neuen Weg der gemeinsamen Informationsvermittlung beschritten“, schildert Jörg Drenkelfort, ZfA-Fachberater und DSD-Studienkoordinator in Chengdu.

Seminar im Internet

Webinare, die sich sprachlich aus den Wörtern Web und Seminar ableiten, bieten eine neue interaktive Form der Zusammenarbeit hinsichtlich der Studienberatung für chinesische Schülerinnen und Schüler, Eltern und Lehrkräfte. Dazu müssen sich interessierte Teilnehmerinnen und Teilnehmer zunächst auf einer Internetseite registrieren und erhalten dann für den Tag des Online-Seminars einen Link zum Einloggen für PC, Smartphone oder Tablet. Von Zuhause aus oder auch von unterwegs, schauen und hören sie sich dann die Vorträge zum angebotenen Thema an und können auch selbst Fragen stellen.

„Der erste Durchgang unseres innovativen Partnerprojektes sollte vor allem erstmal die chinesischen und deutschen Deutschlehrerinnen und -lehrer an den DSD-Schulen erreichen, auch, um sie als Multiplikatoren bei der Studienberatung an den Schulen zu gewinnen“, erläutert Drenkelfort. Knapp 50 Interessentinnen und Interessenten folgten der Einladung von DAAD und ZfA. Die DAAD-Vertreterin, Kathrin Wolfsgruber, stellte gemeinsam mit ihrer chinesischen Kollegin bei dem knapp 30-minütigen Vortrag zunächst alle wichtigen Informationen zum Studienstandort Deutschland vor. Anschließend verwies Drenkelfort auf die Besonderheiten der DSD-Bewerbung für einen Studienplatz (DSD Stufe II) beziehungsweise einen Studienkollegsplatz (DSD Stufe I) in Deutschland. Danach konnten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer schriftlich Fragen formulieren, die anschließend gemeinsam von DAAD und ZfA beantwortet wurden.

Vorteile liegen auf der Hand

Jörg Drenkelfort ist überzeugt: „Die Vorteile eines Webinars liegen auf der Hand: kostengünstig, zeit- und arbeitsreduzierend, flexibel einsetzbar und technisch leicht zu handhaben. Einziges Problem bei unserer ersten Durchführung hätte das zuweilen in China nicht immer stabile Datennetz sein können, doch die eineinhalbstündige Veranstaltung konnten wir problemlos auch in der vorgesehenen Zeit beenden.“

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer äußerten sich hinterher sehr zufrieden mit dieser neuen Form der Studienberatung und wünschten sich eine Wiederholung, bei der eventuell die gesamten Deutschschülerinnen und Deutschschüler sowie Eltern einer Schule einfach per Mausklick zugeschaltet werden können. Da auch Fragen zur DSD-Prüfungsvorbereitung und zum DSD-Programm im Allgemeinen gestellt wurden, könnte zukünftig das Webinar thematisch nicht nur für die speziellen DSD-Studienberatungen genutzt werden.

Das Deutsche Sprachdiplom (DSD) der Kultusministerkonferenz ist eine gemeinsame Aufgabe von Bund und Ländern. Die Prüfungssätze werden von der ZfA in Bonn erstellt. Hier findet auch die Auswertung der Ergebnisse statt. Alle Regularien des DSD werden im Zentralen Ausschuss behandelt. Die Sprachdiplomprüfung ist mehr als eine bloße Sprachfeststellungsprüfung. Sie hat darüber hinaus Auswirkungen auf den Deutschunterricht in vielen Ländern und ermöglicht eine weltweite Vergleichbarkeit der Leistungen, weil sie am Europäischen Referenzrahmen für Sprachen orientiert ist.

Datum: 03.08.2015
Quelle: Zentralstelle für das Auslandsschulwesen (ZfA)

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