Archiv 2015

„Nachhaltigkeit on Tour“ im Kaukasus


Vier Studierende und ein Dozent der Hochschule für Agrar- und Umweltpädagogik Wien gestalteten „Tage der Nachhaltigkeit“ mit PASCH-Schülerinnen und -Schülern in Armenien und Georgien

„Was ist ein gutes Leben? Wie kann ich meine Umwelt schützen? Was möchte ich in meiner Stadt verbessern?" Diese und viele andere Fragen stellten sich insgesamt über 150 Schülerinnen und Schüler der PASCH-Schulen in Kachati, Kutaissi und Tschambarak. Vier Studierende der Hochschule für Agrar- und Umweltpädagogik Wien waren vom 27. Juni bis 06. Juli 2015 mit ihrem Lehrenden Wilhelm Linder an die Schulen gereist, um mit ihnen je zwei „Tage der Nachhaltigkeit“ zu gestalten.

Lernziel Gestaltungskompetenz


Die Tour steht im Kontext des trinationalen Projekts „Vernetzt für Nachhaltigkeit“ des Goethe-Instituts Georgien, welches sich am Weltaktionsprogramm „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ der UNESCO orientiert und die Nachhaltigkeitsbildung im Kontext des Deutschunterrichts im Südkaukasus fördern möchte. Unter „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ wird dabei weitaus mehr verstanden als nur Natur und Umwelt: Ziel ist es, insbesondere jungen Menschen in den drei zentralen Lebensbereichen Ökonomie, Soziologie und Ökologie Gestaltungskompetenz zu vermitteln. Schüler und Schülerinnen sollen sich als „change agents“ begreifen, die in der Lage sind, ihre Umwelt selbst zu gestalten.

Die eigene Umgebung entdecken


Und wo können Schülerinnen und Schüler diesem Anspruch besser gerecht werden als bei sich zu Hause? Das ist die Grundidee der „Tour der Nachhaltigkeit“. Anders als bei einem „Sommercamp“ kamen nicht die Schüler zum Lehrer, sondern die Lehrer zu den Schülern. Somit waren die Schülerinnen und Schüler die Gastgeber – und das „Nachhaltigkeits-Team“ hingegen der Impulsgeber. Die Begeisterung der Schülerinnen und Schüler, „ihre“ Umgebung mit den Gästen „entdecken und erfahren“ zu können, steigerte die Motivation aller Schülerinnen und Schüler ungemein.

Dementsprechend vielfältig waren die Aktivitäten an den Projektorten: So wurde zum Beispiel in Kutaissi ein „Schülerparlament“ einberufen, in Kachati ein „Land Art Museum“ eröffnet und in Tschambarak die Wasserqualität eines nahen Baches untersucht.

Datum: 01.08.2015
Quelle: Stefan Johann Schatz, Experte für Unterricht
in Georgien und Aserbaidschan, Goethe-Institut Georgien
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