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BBZ Buenos Aires: „Junior-Manager 2015“ gekürt


Ein Kopfkissen mit eingebautem Wecker, eine App, die verlorene Gegenstände wiederfindet: Solche visionären Geschäftsideen zu entwickeln und überzeugend vorzustellen, war die Aufgabe für junge Deutschlernende aus sechs PASCH-Schulen in Argentinien.

Am 30. Juni fand der diesjährige Schülerwettbewerb „Junior-Manager“ des Berufsbildungszentrums (BBZ) der Deutschen Schule Instituto Ballester in Buenos Aires statt. „Dabei sein ist alles!“, erklärten Sol Mallía und Micaela Iglesias. Beide besuchen die Deutsche Schule in Temperley und waren hochmotiviert, mit ihrem Team an die gestellte Aufgabe heranzugehen. Mit jeweils vier Schülerinnen und Schülern fanden sich insgesamt sechs Teams für den Wettbewerb am BBZ ein. Sie alle besuchen in Argentinien verschiedene Partnerschulen der Bundesrepublik Deutschland, die zu den rund 1.700 geförderten Einrichtungen der Initiative „Schulen: Partner der Zukunft“ (PASCH) des Auswärtigen Amts gehören.

Die deutsch-argentinische Industrie- und Handelskammer (AHK) gewann die Firmen Robert Bosch Argentina S.A. und Henkel Argentina S.A. als Sponsoren, sodass auch in diesem Jahr die Sieger des „Junior-Manager“ einen Preis bekommen und während der Veranstaltung verpflegt werden konnten.

Visionäre und nachhaltige Geschäftsideen


Neben der Deutschen Schule Temperley kamen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer von den Deutschen Auslandsschulen Pestalozzi, Instituto Ballester und der Goethe-Schule Buenos Aires, von der Sprachdiplomschule „Deutsche Schule Hurlingham“ und der Fit-Schule „Deutsche Technische Schule Moreno“. Die Teams wurden jeweils von einem Auszubildenden des BBZ als Mentor unterstützt. Jede Gruppe musste eine eigene Geschäftsidee (Produkt oder Dienstleistung) entwickeln, die möglichst innovativ sowie technisch und wirtschaftlich realisierbar sein sollte. Die Idee sollte dabei sowohl visionär als auch nachhaltig (= ökologische, ökonomische, soziale Aspekte) sein. Eine dreiköpfige fachkundige Jury bewertete am Nachmittag neben dem in deutscher Sprache vorgestellten Konzept (Business Plan) auch die Art der Präsentation insgesamt.

„Ihr steht heute am Wettbewerbstag vor einer großen Herausforderung. Ich bin mir aber sicher, dass ihr als Team die Aufgabe gemeinsam bewältigen werdet und am Ende des Tages viele positive Erfahrungen gesammelt habt“, betonte Thomas Mittelstraß, Studien- und Berufsberater am Instituto Ballester, zu Beginn der Veranstaltung gegenüber den Schülerinnen und Schülern.

Überzeugende Businesspläne

Anscheinend nahmen sich das die Schülergruppen zu Herzen, denn am Nachmittag musste die mit Denise Sillfeld von Bayer, Veronika Schmidt von Henkel und Michael Schnirch von Bratwurst Argentina besetzte Jury eine nicht einfache Entscheidung treffen. Es wurde unter anderem die Idee „Bergträume“ vorgestellt, ein Kopfkissen mit integriertem Wecker. Ein weiteres Projekt, „Green-It“, spezialisierte sich auf den Umbau bestehender Gebäude in Entwicklungsländern in grüne Gebäude. Andere Gruppen entwickelten „Gelburst“, eine Kombination aus Gel und Styling Creme für das Haar, oder „Found!“, das sich als eine App inklusive erhältlicher Mikrochips verkaufen lässt, wodurch sich alle möglichen verlorenen Gegenstände durch den aufgebrachten Chip wiederfinden lassen.


Wer hat am überzeugendsten seine Geschäftsidee und dessen Business Plan den Zuhörerinnen und Zuhörern vermitteln können? „Heute haben uns mehrere Konzepte beziehungsweise Vorstellungen gut gefallen“, stellte Michael Schnirch vor den gespannten Schülerinnen und Schülern fest. „Ganz im Ernst – wir haben kräftig untereinander diskutieren müssen – am Ende war es dann für uns ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen den beiden Teams aus der Temperley Schule (siehe Bild, rote Uniform) und der Goethe-Schule“. Denise Sillfeld verkündete schließlich die glücklichen Gewinnerinnen und Gewinner: „Als neuen Junior Manager 2015 gratulieren wir sehr herzlich dem Team aus der Goethe-Schule mit ihrer Geschäftsidee Found!“. Zum Abschluss wurde jeder Schülerin und jedem Schüler ein Zertifikat von der AHK und dem BBZ überreicht. Die Schülerinnen und Schüler der Goethe-Schule gewannen außerdem je einen Büchergutschein.

Neue Wörter gelernt

Für die teilnehmenden Schülerinnen und Schüler zog Augustina Pintos von der „Deutschen Technischen Schule Moreno“ nach dem Wettbewerb Bilanz: „Es war aufregend. Ich habe neue Wörter gelernt. Es war mit unserer Mentorin Carla Sille, Auszubildende zur Kauffrau für Büromanagement, immer sehr lustig und hat Spaß gemacht“.

Das Berufsbildungszentrum (BBZ) der Deutschen Schule Instituto Ballester in Buenos Aires gehört zu den mehr als 140 Deutschen Auslandsschulen, die von der Zentralstelle für das Auslandsschulwesen (ZfA) des Bundesverwaltungsamtes im Auftrag des Auswärtigen Amts und unter Mitwirkung der Länder personell, finanziell und pädagogisch betreut werden. Die ZfA verstärkt die qualitätsorientierte Schulentwicklung und unterstützt die Gründung neuer Schulen mit deutschem Profil. Sie berät lokale Schulen beim Aufbau des Deutschunterrichts und bei der Einführung deutscher Schulabschlüsse nach internationalen Standards. An rund zehn Berufsbildenden Zentren im Ausland wird die duale Ausbildung zu kaufmännischen und gewerblich technischen Berufen angeboten.

Datum: 31.07.2015
Quelle: Zentralstelle für das Auslandsschulwesen (ZfA)
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