Archiv 2015

Einführung von Deutsch als Wahlpflichtfach in Israel


Das DSD I als Äquivalent zur reformierten israelischen Bagrut-Prüfung in Deutsch: Am 8. Juli wurde in Jerusalem eine gemeinsame Absichtserklärung zur Einführung von Deutsch an israelischen Schulen unterzeichnet.

Der israelische Erziehungsminister, Naftali Bennett, die Geschäftsträgerin der deutschen Botschaft in Tel Aviv, Monika Iwersen, und der Generalsekretär der Kultusministerkonferenz, Udo Michallik, haben in Jerusalem eine gemeinsame Absichtserklärung zur Einführung von Deutsch an israelischen Schulen unterzeichnet.

Bereits mit Beginn des Schuljahres 2014/15 wurde an zunächst vier Pilotschulen Deutsch als Wahl(pflicht)fach eingeführt. An diesen Schulen sollen – wie auch schon erfolgreich an der Rabinschule in Eilat – die Prüfungen zum Deutschen Sprachdiplom der Kultusministerkonferenz - Erste Stufe (DSD I) implementiert werden. Gemäß der gemeinsamen Absichtserklärung soll das DSD I künftig als Äquivalent zur reformierten israelischen Bagrut-Prüfung in Deutsch anerkannt werden.

Generalsekretär Michallik sagte anlässlich der Unterzeichnung: „Es ist eine bemerkenswerte Entwicklung in der Entwicklung beider Staaten, dass nun israelische Schülerinnen und Schüler im regulären Schulunterricht die deutsche Sprache erlernen und dabei ein deutsches Diplom erwerben können. Dies zeigt, und es ist nicht selbstverständlich, wie weit wir in den 50 Jahren des Dialogs und des Austausches seit der Aufnahme der diplomatischen Beziehungen zwischen Deutschland und Israel gekommen sind.“


Minister Bennett äußerte sich erfreut über die gemeinsame Erklärung. Israel betrachte Deutschland als großen Freund. Für den Unterricht an israelischen Schulen stellte Bennett neue Unterrichtsmethoden in Aussicht: Teamarbeit solle bereits in der Schule trainiert werden. Dabei äußerte er großes Interesse an Erfahrungen in diesem Bereich aus Deutschland und wünschte sich gegenseitigen Austausch zu diesem Punkt. Generalsekretär Michallik lud Minister Bennett zur Kultusministerkonferenz der Länder Anfang Dezember nach Berlin ein. Bennett äußerte großes Interesse, der Dialog solle unbedingt fortgesetzt werden.

Die Zentralstelle für das Auslandsschulwesen (ZfA) berät die Schulen mit Deutsch als Wahl(pflicht)fach fachlich und fördert diese Schulen aus Mitteln des Auswärtigen Amts. Die Fachberaterin vor Ort arbeitet eng mit der für Deutsch zuständigen Inspektorin für Deutsch zusammen, unter anderem bei der Erstellung eines Deutschcurriculums, welches auf dem Rahmenplan für Deutsch basiert.

Datum: 22.07.2015
Quelle: Zentralstelle für das Auslandsschulwesen (ZfA)

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