Archiv 2015

Zweites PASCH-Basketballturnier in Shanghai


Fast genau ein Jahr nach der ersten Basketballbegegnung lud die Deutsche Schule Shanghai zum zweiten Mal über 100 chinesische PASCH-Schülerinnen und -Schüler im Mai zum „Alba Berlin DS Shanghai Eurocampus Cup 2015“ ein.

Insgesamt beteiligten sich neben den beiden Schulstandorten der Deutschen Schule Shanghai EuroCampus mit jeweils drei Jungenteams und einer Mädchenmannschaft auch sechs chinesische PASCH-Schulen (DSD- und Fit-Schulen) aus Jinhua, Hangzhou und Shanghai, an denen Deutsch als erste oder zweite Fremdsprache unterrichtet wird, mit weiteren 14 Teams der Altersklassen U16 und U19 am Turnier.

Henning Harnisch, deutscher Basketballer und ehemaliger Nationalspieler, der als „Flying Harnisch“ insgesamt neun Mal Deutscher Meister und mit der Nationalmannschaft 1993 Europameister wurde, sowie Norbert Opitz, Jugendtrainer bei Alba Berlin, waren erneut nach Shanghai gekommen.

Intensiver Austausch


Die Basketballerinnen und Basketballer aus den chinesischen PASCH-Schulen reisten am Samstagnachmittag an. Bereits am Abend wurde ein gemeinsames Trainingscamp veranstaltet. Es verlangte den jungen Sportlerinnen und Sportlern viel Geschick und Schnelligkeit ab, sorgte aber auch für jede Menge Spaß und bot die Gelegenheit zu ersten Kontakten zwischen chinesischen und deutschen Schülerinnen und Schülern. „Die Schülerinnen und Schüler der chinesischen PASCH-Schulen konnten direkt im Anschluss an das wirklich leckere, von einem Team aus vielen freiwilligen Eltern sowie Schülerinnen und Schülern zubereitete Abendessen von ihren deutschen Gastfamilien in Empfang genommen werden“, berichtet ZfA-Fachberaterin Gundula Meyer-Oehring.

Der Sportausschuss der Deutschen Schule hatte es geschafft, rund 90 Übernachtungsplätze für die chinesischen Gäste bei deutschen Gastfamilien zu organisieren. „Im Fokus steht der Basketball, darüber hinaus sollen die Jugendlichen die Möglichkeit zum intensiven Austausch bekommen“, sagt Robert Vrsek, Fachbereichsleiter Sport an der DS Shanghai EuroCampus. „Deshalb verbringen die chinesischen Schülerinnen und Schüler eine Nacht bei einer deutschen Gastfamilie, in der sie Einblick in die deutsche Kultur erhalten – und umgekehrt lernen die deutschen Familien die Lebenswelt junger Chinesinnen und Chinesen besser kennen.“

Am Sonntag war es dann soweit: 18 Mannschaften fieberten mit ihren Betreuerinnen und Betreuern spannenden Spielen entgegen. Nach insgesamt 30 Begegnungen standen die Gewinner fest. Während die ersten Plätze in der Altersgruppe U19 sowohl bei Mädchen als auch Jungen an die Gastgeber gingen, gewann in der Altersgruppe U16 die Jungenmannschaft der Fremdsprachenschule Jinhua den begehrten Pokal. Das ist insofern erstaunlich, als dass Spielsportarten im Sportunterricht in China eine eher untergeordnete Rolle spielen. Besonders erfreulich ist, dass sich in diesem Jahr auch vier Mädchenmannschaften am Eurocampus Cup beteiligten.


„Um ein Turnier dieser Größenordnung überhaupt durchführen zu können, war im Vorhinein viel Arbeit notwendig“, berichtet Fachberaterin Meyer-Oehring. „Großer Dank gilt unter anderem der Fachschaft Sport der Deutschen Schule, der Firma Acer, Alba Berlin, der Zentralstelle für das Auslandsschulwesen, der Abteilung Kultur und Bildung des Generalkonsulats Shanghai und auch dem Elternausschuss, die alle das Turnier finanziell beziehungsweise logistisch unterstützt haben.“

Begeisterte Teilnehmerinnen und Teilnehmer

Auf beiden Seiten war man positiv überrascht: Yang Xiangfeng aus Jinhua schwärmte vom deutschen Essen, dem er bisher sehr skeptisch begegnete und deutsche Eltern äußerten sich einstimmig zufrieden über die Sprachkenntnisse und das höfliche Verhalten ihrer Gäste. Auch Yongjian Tang von der Cao Yang No 2 High School äußerte sich begeistert: „Ich habe nur ein knappes Jahr Deutsch gelernt in der Schule. Beim Training hatte ich am Anfang noch Schwierigkeiten zu verstehen, was die deutschen Lehrkräfte sagen, nach einer Weile habe ich aber schon fast alles verstanden. In meiner Gastfamilie haben wir meistens Deutsch gesprochen. Die Eltern haben extra langsam gesprochen, damit ich mehr verstehen kann, das fand ich sehr nett. Auch sehr interessant fand ich die Erfahrung hier unter so vielen deutschen Schülerinnen und Schülern zu sein. Bei uns in der Schule gibt es auch manchmal deutsche Austauschschülerinnen und -schüler, mit denen ich mich unterhalte. Hier an der Deutschen Schule waren so viele deutsche Schülerinnen und Schüler, das war neu für mich. Insgesamt haben mir das Turnier und der Aufenthalt in der Gastfamilie sehr gut gefallen. Ich würde mich freuen, wenn das Turnier im nächsten Jahr wieder stattfinden würde, dann wäre ich gerne nochmals dabei.“

Mit diesem Wunsch ist er nicht alleine: „Alle freuen sich schon jetzt auf den Alba Berlin DS Shanghai Eurocampus Cup 2016 - Sport verbindet eben“, so das Fazit der Fachschaftsberaterin Hofmann aus Jinhua.

Datum: 11.06.2015
Quelle: Zentralstelle für das Auslandsschulwesen (ZfA)
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