Archiv 2015

PASCH-Projekt: Zwölfmal palästinensische Schönheit für 2016


Mehr als 60 Schülerinnen und Schüler aus fünf DSD-Schulen in den Palästinensischen Gebieten gestalteten im Rahmen eines mehrwöchigen Vernetzungsprojektes einen Kalender für 2016. In Bildern und Texten stellen sie die schönen Seiten ihrer Heimat vor.

An einem Frühlingswochenende trafen sich Deutschlernende aus fünf von der ZfA geförderten palästinensischen PASCH-Schulen zu einem gemeinsamen Workshop. Ziel der Veranstaltung war die Gestaltung eines Kalenders zum Thema „Die Schönheit Palästinas“. Das Konzept dieses Vernetzungsprojektes war das Ergebnis eines bereits im Herbst 2014 unter Leitung der ZfA-Fachberaterin Heike Juras-Bremer durchgeführten Seminars zur Arbeit mit PASCH-net.

„Sicher war es nicht immer ganz einfach, die gemeinsame Arbeit der beteiligten Schulen zu koordinieren”, so Projektverantwortlicher Dr. Wolf Zippel. „Aber es hat sich gelohnt, denn das Ergebnis kann sich sehen lassen und vor allem hatten die Schülerinnen und Schüler viel Freude bei der gemeinsamen Arbeit, was sich positiv auf ihre Motivation fürs Deutschlernen insgesamt auswirkt. Die Rückmeldungen der Teilnehmerinnen und Teilnehmer sowie der mitwirkenden Kolleginnen und Kollegen waren überaus positiv.“

Austausch über PASCH-net


Schon im Vorfeld der Präsenzphase hatten die Schulen (Bethlehem, Beit Sahour und Ramallah) gemeinsam gearbeitet und hierfür PASCH-net als Kommunikationsplattform genutzt. So wurde je ein Thema pro Monat festgelegt, die Monate wurden unter den Arbeitsgruppen der Schulen aufgeteilt, Fotos hochgeladen und ausgewählt. Die Palette der Themen reichte von Kirchen und Moscheen über Kleidung und Essen bis hin zu Gesichtern und Kunst. Auch die Mauer kommt vor, nämlich die Graffiti-Kunst auf der Mauer. „Wir waren zunächst etwas überrascht, als die Schülerinnen und Schüler die Mauer in diesem Zusammenhang nannten, aber sie erklärten uns dann, dass die Kunst auf der Mauer, dass die Graffitis schön seien“, erklärt Heike Juras-Bremer. Die Schülerinnen und Schüler setzten sich sogar mit dem berühmten Graffiti-Künstler Banksy in Verbindung, der das Projekt unterstützt und sich damit einverstanden erklärte, Fotos seiner Graffitis für diesen Zweck zu verwenden.

Beim Schreiben der Texte, die in Gruppen entstanden, ließen sich die Schülerinnen und Schüler hauptsächlich von der Frage leiten, warum die von ihnen gewählten Motive ihrer Ansicht nach schön sind. Auch die Gestaltung des Layouts der einzelnen Kalenderblätter und des Deckblattes erfolgte in Arbeitsgruppen. „Neben der Entwicklung sprachlicher Kompetenzen stehen für uns die Herausbildung von Teamfähigkeit und die Entwicklung von Kommunikationsstrategien im Mittelpunkt einer solchen Veranstaltung“, erläutert Heike Juras-Bremer. „Und der Spaß und die Freude dürfen nicht zu kurz kommen”, fügt Dr. Wolf Zippel hinzu. „Der gemeinsame Grillabend, der durch musikalische Beiträge, Sketche und Tanzeinlagen der einzelnen Schulen zu einem kleinen Fest wurde, bleibt allen Beteiligten in guter Erinnerung.“

Neue Freunde und neue Wörter


Die Schülerinnen und Schüler zeigten sich beeindruckt vom Workshop und ihrer Arbeit. „Toll, was an zwei Tagen geschafft wurde”, freute sich Nuha von der al Awda Schule. „So ein schönes Endprodukt hatten wir nicht erwartet“, staunte Eliyah von der Evangelisch-Lutherischen Schule. Bei den abschließenden Evaluations- und Feedbackrunden zeigten sich die allermeisten der Teilnehmerinnen und Teilnehmer zufrieden. Besonders gut gefiel ihnen die Zusammenarbeit in den Gruppen. Waed erzählt: „Ich habe viele neue Freunde kennengelernt und habe alte Freunde wieder getroffen.“ „Und ich habe viele neue Wörter gelernt und erfahren, wie ich einen Text besonders kreativ gestalten kann“, freut sich Marie über das Ergebnis des Kalenderprojektes.

Bereits jetzt haben die Schülerinnen und Schüler viele neue Vorschläge für kommende Projekte parat. So wurde zum Beispiel ein Kalender zur Schönheit Deutschlands angeregt. Der Kalender für 2016 ist nun bereits in den Druck gegangen und soll schon bald an alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer, Schulleitungen und andere Partner und Unterstützer des DSD-Programms verteilt werden.

Datum: 03.06.2015
Quelle: Zentralstelle für das Auslandsschulwesen (ZfA)

PASCH-net und Social Media