Archiv 2015

KLICK und Dschungel – gemeinsamer Redaktionsworkshop

Redakteurinnen und Redakteure der Online-Schülerzeitungen KLICK und Dschungel trafen sich Mitte April in Berlin erstmals zu einem gemeinsamen viertägigen Schülerzeitungsworkshop.

Hinter den 32 Jugendlichen aus Estland, Lettland, Litauen, Polen, Tschechien, der Slowakei, Ungarn sowie – erstmals – Serbien und Montenegro liegen arbeitsintensive und erlebnisreiche Tage. Was ist ein guter Text? Wie schreibe ich – auf Deutsch! – einen Artikel, den möglichst viele Leute lesen wollen? Wie können wir als Redaktionsteam am besten zusammen arbeiten? Was sind gute Fotos? Ist Copyright das „right to copy“? Und wie funktioniert das eigentlich genau mit dem Online-Arbeitsraum und Blogsoftware? Der April-Workshop der Online Schülerzeitungen KLICK und Dschungel fand auf viele Fragen mehr als eine Antwort.

Schreibwerkstatt mit ehemaliger Schülerzeitungsredakteurin

„Was lest ihr denn gerne, welche Themen findet ihr spannend?“ Christina Kufer, gerade 23, die den Block „Schreiben“ leitet, hat selbst lange und erfolgreich Schülerzeitung gemacht. Sie spricht die Sprache der Jugendlichen und weiß, was es heißt intensiv im Team an Themen und Texten zu arbeiten und auch, wo Unterstützung – gerade beim Schreiben in der Fremdsprache – gefragt ist. In Gruppen erstellen die jungen Redakteurinnen und Redakteure der Online-Schülerzeitungen KLICK und Dschungel in kurzer Zeit Papier-Collagen mit Beiträgen aus Zeitschriften und Zeitungen, die sie spontan ansprachen. Anschließend präsentierten sie ihre bunte Mischung: Gesundheit, Politik, Reisen, Promi-Klatsch und vieles andere – wie in jedem guten Blatt. „Und worüber – ganz konkret – wollt ihr schreiben? Und womit fangen wir am besten an?“, heißt der nächste Block.

Gute Vorbereitung ist wichtig

Die Recherchen zu den Interviews am nächsten Tag laufen auf Hochtouren ebenso die Vorbereitung für den Interviewtermin selbst: „Machst du die Fotos, Maros? Wer stellt unsere Redaktion vor? Wer stellt welche Fragen? Meint ihr, ich kann fragen, wie alt die Frau ist? Wer macht die Notizen während des Interviews?“ Die Jugendlichen gehen professionell vor und verstehen, wie wichtig (auch technische) Organisation beim Interviewtermin ist. Nach dem Interview bleibt noch etwas Freizeit, die fast alle für einen Besuch der Reichstagskuppel oder des Jüdischen Museums nutzen. Und natürlich zum Souvenir-Kauf.

Zufrieden mit den Ergebnissen

Einen Tag später: Die Interviews sind im Kasten, gefühlte 5.000 Selfies auch. Manches war anstrengend (bisher heißester Tag im Jahr, lange Anfahrt, eine ziemlich redselige, „berlinernde“ Interviewpartnerin …), aber alle sind glücklich (das sieht man auf den Selfies ? und an unserer Kommentar-Wand) und arbeiten schon intensiv an ihren Artikeln, schneiden Fotos zu und hören nochmals die komplizierte Stelle ab. Jede Redaktion macht eine grobe Skizze, wie ihr fertiger Beitrag aussehen soll.

Auch diesmal schaffen es alle Teams den Redaktionsschluss einzuhalten und freuen sich anderntags bis 12:00 Uhr ihre sieben brandneuen Artikel online zu stellen: Eine App will die Welt verbessern (Chefredaktion), Was is(s)t Berlin? (Redaktion „Sprachwelt“) sowie vier weitere Artikel auf KLICK und ein Beitrag auf Dschungel über die Online-Zeitschrift SPREEWILD.

Datum: 08.05.2015
Quelle: Eva Pritscher, Expertin für Unterricht am Goethe-Institut Budapest
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