Archiv 2015

Schülerzeitungscamp „Ideenschmiede 2015“ in Guadalajara/Mexiko

Am 8. März 2015 kamen am Goethe-Institut Mexiko Workshopleitende, Freiwillige und Schülerinnen und Schüler zusammen, um der PASCH-Schülerzeitung WISSA den richtigen Anschwung zu geben.

Schülerinnen und Schüler aus Mexiko, Guatemala, Costa Rica und Panama, Workshopleitende aus Polen, Deutschland und Mexiko sowie kulturweit-Freiwillige aus den PASCH-Schulen und dem Goethe-Institut Mexiko kamen im März 2015 in Guadalajara zusammen, um die Schülerzeitung WISSA mit Leben zu füllen. Eine Woche lang wurde kreativ gearbeitet und neue Ideen geschmiedet. In verschiedenen Workshops hatten die Teilnehmer­innen und Teilnehmer die Möglichkeit, ihr journalistisches Know-how zu erweitern, ihre zeichnerischen Potenziale zu entdecken oder auch ihre Ideen in Videos und Podcasts festzuhalten.

Zum Auftakt hatten die 24 Schülerinnen und Schüler Zeit, sich bei Kennenlernaktivitäten zu „beschnuppern“. Im KreARTiv-Workshop konnten sie bei der Herstellung von eigenen Buttons, bei der Gestaltung von Briefen und Heften ihrer Phantasie freien Lauf lassen. Je bunter – je besser!


Mit viel Engagement und Ideenreichtum ging es dann weiter. Im Laufe einer Woche entstanden farbenfrohe Comics, lehrreiche Videos und aufschluss­reiche Artikel und Podcasts.

Schreibwerkstatt

Wie muss ein Artikel aufgebaut werden, was macht einen Artikel interessant, wie sieht ein gutes Foto aus oder welche Bildrechte müssen beachtet werden? Diese und viele weitere Fragen stellte Christian Wagner aus der Zentrale des Goethe-Instituts München. Mit journalistischem Feingefühl begannen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer ihre Ideen auf Deutsch aufzuschreiben und mit verschiedenen medialen Mitteln spannend aufzubereiten. So wurde über die Unterschiede und Gemeinsamkeiten zentralamerikanischer Marktplätze geschrieben, das Durcheinander der spanischen Redewendungen in den verschiedenen lateinamerikanischen Ländern genauer untersucht.

Richtig in Szene gesetzt

Die grundlegenden Elemente einer guten Dokumentation, wie Bildkomposition, Lichtverhältnisse, Kameraeinstellung etc. waren wesentliche Bestandteile des Videoworkshops unter der Anleitung von Filmexperten Max Maier. Es entstanden zwei Kurzdokumentationen: Die Verschiedenheit der spanischen Redewendungen in Zentralamerika und ein Leitfaden zur Erstellung eines professionellen Interviews. Die technische Versiertheit und das Engagement der Teilnehmerinnen und Teilnehmer waren herausragend. Somit konnten die Beiträge in nur 2 Tagen fertig gestellt werden.

Comics zeichnen

Mit Comicartist Ulrich Scheel konnten am Ende alle zeichnen - auch diejenigen, die meinten, sie könnten es nicht. Mit einfachen Strichen entstanden Geschichten mit sprechenden Rucksäcken, mutigen Eierfrauen; Beethoven erwachte zum Leben und natürlich durften Fußball und interkulturelle Liebesbeziehungen nicht fehlen. In einfachen kurzen Sätzen begannen die Charaktere Deutsch zu sprechen. Bei der Abschluss­präsentation schlüpften die jungen Zeichnerinnen und Zeichner in die Rolle ihrer Comic-Figuren und begeisterten das Publikum mit ihren lustigen Geschichten. Die Resultate der einzelnen Workshops werden auf der Schülerzeitungsseite PASCH-Global veröffentlicht.

Neben intensiven Projekttagen hatten alle Camp-Teilnehmerinnen und Teilnehmer auch die Möglichkeit, die Gastgeberstadt Guadalajara näher kennenzulernen. Deutschlernende der Preparatoria No. 5 erklärten den Gästen ihre Stadt und gingen mit ihnen auf kulinarische Entdeckungstour, wobei die Spezialität der Tapatios die „Torta Ahogada“ nicht fehlen durfte. Danach ging es weiter zu den legendären Pyramiden „Guachimontones“, um ein bisschen prähispanische Geschichte zu schnuppern. Dieser erlebnisreiche Tag klang mit Spiel und Gesang ganz gemütlich am Lagerfeuer aus.


Viel Spaß beim Lesen! Wir erwarten eure Kommentare.

Datum: 28.03.2015
Quelle: Diana Petermann, Expertin für Unterricht, Goethe-Institut Mexiko
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