Archiv 2015

ZfA-Fachberatertagung im Auswärtigen Amt


Über 70 Fachberaterinnen und Fachberater sowie Fachschaftsberaterinnen und Fachschaftsberater der Zentralstelle für das Auslandsschulwesen (ZfA) tagten vom 2. bis 7. Februar im Auswärtigen Amt in Berlin.

Die Fachberaterinnen und Fachberater sowie Fachschaftsberaterinnen und Fachschaftsberaterinnen betreuen weltweit das schulische Deutschprogramm zum Deutschen Sprachdiplom (DSD) der Kultusministerkonferenz, das an über 1.100 Schulen angeboten wird.

„Die Zahl der Deutschlernenden ist weltweit gestiegen“, betonte Andreas Meitzner, stellvertretender Leiter der Abteilung Kultur und Kommunikation und Beauftragter für Auswärtige Kulturpolitik im Auswärtigen Amt, zu Beginn seiner Begrüßungsansprache. Die Partnerschulinitiative PASCH des Auswärtigen Amts spiele dabei eine ganz entscheidende Rolle. Bei PASCH gehe es jedoch nicht nur um Sprache, sondern auch um gemeinsames Verständnis und um Austausch. „Den Erfolg von PASCH verdanken wir insbesondere Ihnen und Ihrer Arbeit als Fachberaterinnen und Fachberater. Sie vermitteln ein aktuelles Deutschlandbild“, würdigte er die Arbeit der Pädagoginnen und Pädagogen, die für mehrere Jahre im Auftrag der ZfA im Ausland tätig sind.

Dies bekräftigte auch Beate Grzeski, Beauftragte für Außenwissenschaftspolitik, Deutschlandkommunikation und den Dialog zwischen den Kulturen im Auswärtigen Amt. In ihrem Impulsvortrag zum Thema „Deutschlandbild im Ausland“ gab sie den Fachberaterinnen und Fachberatern zudem zahlreiche Tipps und Hinweise zu Materialien und Informationen, die sie weltweit nutzen können, um ein aktuelles Deutschlandbild zu vermitteln.

Netzwerk- und Bildungsarbeit


Joachim Lauer, Leiter der ZfA, hob den Wert der pädagogischen Arbeit hervor: „Sie leisten mit ihrer Netzwerkarbeit und ihrer Bildungsarbeit einen ganz entscheidenden Beitrag zum großen Erfolg der Partnerschulinitiative“. Im Rahmen von PASCH betreut die ZfA zusammen mit dem Goethe-Institut, dem Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD) und dem Pädagogischen Austauschdienst zurzeit über 1.700 Schulen. Über 1.100 von ihnen sind DSD-Schulen.

Der Erfolg des DSD strahlt mittlerweile auch ins Inland, denn Ende 2012 hat die Amtschefskommission der Länder das DSD offiziell auch für Schülerinnen und Schüler, die direkt aus dem Ausland als Quereinsteiger in das deutsche Schulsystem ohne Deutschkenntnisse kommen, zugelassen. Die DSD-Programmleiter aus Hessen und Bremen berichteten im Rahmen der Tagung, welchen wertvollen Beitrag das DSD in ihren Bundesländern zur sprachlichen Erstintegration und zum schulischen Erfolg junger Deutschlernende leistet.

Information, Austausch und Diskussion

Dr. Meltem Göben vom DAAD, selbst Alumna einer Deutschen Auslandsschule, informierte über das Stipendienprogramm des DAAD für Schülerinnen und Schüler von PASCH-Schulen, Katrin Lehmbecker von uni-assist über die Zulassung von Schülerinnen und Schülern an deutschen Hochschulen und Studienkollegs.


In verschiedenen Workshops bildeten sich die Fachberaterinnen und Fachberater unter anderem zu folgenden Themen fort: Wortschatzarbeit im DaF-Unterricht, Tutorierung der Blended-Learning-Fortbildung DSD GOLD, Benchmarking von Prüfungsvideos zur mündlichen Kommunikation, Bewertungskriterien der schriftlichen Kommunikation sowie allgemeine Seminardidaktik.

Vielfältige Aufgaben der Fachberaterinnen und Fachberater

Die von der ZfA eingesetzten Fachberaterinnen und Fachberater übernehmen vielfältige Aufgaben: Sie organisieren Fortbildungen für einheimische Lehrkräfte des Gastgeberlandes, beraten die Deutschfachschaften der Schulen, organisieren und koordinieren die Vergabe von Stipendien und arbeiten eng beratend mit den Bildungsbehörden der Gastgeberländer zusammen. Außerdem tragen sie zur Vernetzung der Sprachdiplomschulen in den einzelnen Ländern bei. Mit ihrer Arbeit unterstützen sie den kulturellen Austausch. Jährlich nehmen über 65.000 Schülerinnen und Schüler weltweit an Prüfungen zum DSD teil.

Datum: 18.02.2015
Quelle: Zentralstelle für das Auslandsschulwesen (ZfA)

PASCH-net und Social Media