Archiv 2015

Mal-Workshop mit Künstler Julian Vogel im Nordirak

Ende November veranstaltete Julian Vogel einen zweitägigen Mal-Workshop in Erbil. Zwölf Schülerinnen und Schüler verschiedener PASCH-Schulen nutzten die Chance tätig zu werden.

Es gibt vier PASCH-Schulen im Irak. Alle vier befinden sich in der Autonomen Region Kurdistan, im Nordirak. Hier leben viele Menschen von verschiedener Herkunft und Religion zusammen. Den Deutschunterricht finden im Irak viele Schülerinnen und Schüler toll. An jeder PASCH-Schule lernen über 300 Schülerinnen und Schüler Deutsch.

Zeichen setzen mit „World Peace Walls“


Julian Vogel stammt aus Nürnberg, arbeitet als Grafiker, Designer und Maler daheim, in Berlin und auf der ganzen Welt. Vor einigen Jahren hat er begonnen, „World Peace Walls“ zu gestalten. Das sind mit Friedenstauben gestaltete Wände, die er mit lokalen Künstlerinnen und Künstlern, Jugendlichen und anderen Kunstschaffenden in Bagdad, auf Hawaii, in Istanbul, Lissabon, Buwere (Uganda), München, Nürnberg, Berlin, New York und weiteren Orten gestaltet hat. Die Botschaft ist klar, mitreißend und zugleich hochpolitisch. Julian Vogel sucht den Kontakt: Er geht an Orte politischer Konflikte und nutzt seine Kunst, um an diesen Orten sichtbare Zeichen zu setzen. Die erste seiner World Peace Walls entstand im April 2007 im nordirakischen Teil Kurdistans. Hierhin reiste er nun erneut.

Workshoptage vergingen im (Tauben-)Flug


An der Mergasure-Schule von Erbil, einer der vier PASCH-Schulen im Nordirak, trafen sich die Schülerinnen und Schüler zu dem zweitägigen Workshop. Am ersten Tag wurden im Unterricht Basiswissen vermittelt und die Schülerinnen und Schüler übten Maltechniken und weitere Kniffe. Anschließend ging es an die Planung des zweiten Tages, an dem die Vorlage der neuen World Peace Wall gestaltet werden musste. Die Vorlage war komplex: Es sollten in den Himmel gereckte Hände und eine Taube vor der Sonne werden. Die Schülerinnen und Schüler arbeiteten hart und hinterließen einen bleibenden Eindruck an einer Wand in Erbil. Die Zeit verging wie im Flug und die Schülerinnen und Schüler verließen einander gefühlt ein wenig zu früh.

Datum: 07.02.2015
Quelle: Omed Arghandiwal, Goethe-Institut Irak, Verbindungsbüro Erbil
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