Archiv 2015

„Jugend debattiert international“ bald weltweit?


Am 16. Januar kamen die Partner und Träger des Wettbewerbs „Jugend debattiert international“ in der ZfA in Bonn zu ihrer ersten diesjährigen Lenkungsausschusssitzung zusammen: Ziel: den Wettstreit mit Worten noch internationaler machen.

Für Joachim Lauer, Leiter der Zentralstelle für das Auslandsschulwesen (ZfA), ist „Jugend debattiert international“ (jdi) ein wichtiger Teil der Demokratieerziehung in den Teilnehmerländern. Bislang wird der Wettbewerb in deutscher Sprache an von der Bundesrepublik Deutschland geförderten Schulen vor allem in Ländern Mittel- und Osteuropas und den GUS-Staaten sowie in China, der Iberischen Halbinsel und in Brasilien ausgetragen. „Die Auslandsschularbeit ist weltumspannend, das wünsche ich mir für den Wettbewerb auch“, bekräftigte Lauer in seiner Begrüßung der anderen Wettbewerbspartner Gemeinnützige Hertie-Stiftung, Stiftung „Erinnerung, Verantwortung, Zukunft“ und Goethe-Institut.

Auslandsschulleistungen in Deutschland sichtbar machen

Zwei große Ziele skizzierte Lauer: Auch junge Deutschlernende in anderen Teilen der Welt sollten die Chance haben, in ihren Schulen an dem Wettbewerb teilzunehmen. „Jugend debattiert bietet zudem eine hervorragende Möglichkeit, die Leistungen der Auslandsschularbeit auch in Deutschland noch sichtbarer zu machen", so Lauer. Denn nicht nur sprachlich sind die jugendlichen Deutschlernenden optimal vorbereitet. Sie sind auch in der Lage, sich mit den anwaltlich zu vertretenden Pro- beziehungsweise Contra-Positionen aktueller politisch-gesellschaftlicher Themen auseinanderzusetzen. Mit diesen Kompetenzen qualifizieren sich die „Jugend debattiert international“-Teilnehmerinnen und Teilnehmer auch für ein Studium in Deutschland. „Damit kann der Wettbewerb einen Beitrag zur Willkommenskultur leisten“, resümiert der Leiter der ZfA. Er freue sich, mit den jdi-Partnern dieses Projekt gemeinsam voranzutreiben.


Wie sein Vorbild in Deutschland findet der Debattierwettbewerb auch im Ausland zunächst an den jeweiligen Schulen, dann auch auf regionaler und Landesebene statt. Die Landessiegerinnen und Landessieger nehmen am Internationalen Finale teil, das in diesem Jahr am 23. Oktober in Riga stattfinden wird.

Eine erste stärkere Internationalisierung könnte bald realisiert werden, denn der Lenkungsausschuss diskutierte die Teilnahme von Rumänien, der Slowakei, Slowenien und Bulgarien. Zunächst müssten die beteiligten Lehrkräfte gezielt für den Wettbewerb fortgebildet werden, ebenso die jeweiligen Juroren. Die Finalistinnen und Finalisten der jeweiligen Landeswettbewerbe erhalten zusätzliche Siegertrainings, um sich auf das Finale vorzubereiten. Dabei können die Teilnehmerinnen und Teilnehmer nicht nur ihre Debattierfähigkeiten vertiefen, sondern auch ihre Mitstreiterinnen und Mitstreiter kennenlernen und Freundschaften schließen. Die Siegerin beziehungsweise der Sieger jedes Landeswettbewerbs darf am Internationalen Finale in Riga teilnehmen.

Datum: 30.01.2015
Quelle: Zentralstelle für das Auslandsschulwesen (ZfA)
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