Archiv 2015

Hessischer Kultusminister besucht Auslandsberufsschule FEDA Madrid


Im Januar war der hessische Kultusminister Prof. Dr. R. Alexander Lorz an der FEDA in Madrid zu Gast. In Begleitung seines Staatssekretärs Dr. Manuel Lösel informierte er sich über die Arbeit der deutschen Auslandsberufsschule im Bereich der dualen Berufsausbildung in Spanien.

Die Delegation aus Hessen wurde begrüßt vom Präsidenten des Vorstandes der FEDA, Dr. Bernhard Iber, und der Schulleiterin Susanne Gierth. Das Interesse der Besucherinnen und Besucher galt der Entwicklung der dualen Berufsausbildung in Spanien und der besonderen Bildungsaufgabe der FEDA Madrid. Im deutschen Zweig der Schule werden (in deutscher Sprache) derzeit Industriekaufleute und Kaufleute für Spedition und Logistik ausgebildet. Im einem neuen spanischen Zweig absolvieren nach dem Vorbild des deutschen dualen Systems spanische junge Leute in spanischer Sprache eine Ausbildung zum Técnico en comercio (Verkäufer/in). Parallel erlernen die Auszubildenden die deutsche Sprache und schließen ihre Ausbildung mit einer Kammerprüfung sowie dem Deutschen Sprachdiplom (DSD) der Kultusministerkonferenz Stufe I ab.

Besonderes Augenmerk richteten der hessische Kultusminister und seine Begleitung auf den Bericht von Christoph Weissbach, welcher vom Land Hessen im Rahmen der Kooperation zwischen dem Land Hessen und der Autonomen Region Madrid zur Unterstützung an die FEDA nach Madrid entsandt worden ist. Der Berufsschullehrer aus Hessen berichtete von einem großen Wandel im Bereich der Berufsausbildung in Spanien, in dessen Umfeld der FEDA Madrid eine besondere Aufgabe zukommen würde.

Berufspraxis und Sprachkenntnisse

Zu der Begegnung waren auch zwei Schüler der FEDA eingeladen. Sie erzählten von ihrem bisherigen Ausbildungsweg. „Nach mehreren Praktika und Aushilfsjobs in Spanien und Deutschland hat mich mein Weg an die FEDA nach Madrid geführt. Ich bin froh, dass ich bei der FEDA einen qualifizierten Ausbildungsplatz bei einem Unternehmen mit gutem Ruf gefunden habe. Hier kann ich auch meine Deutschkenntnisse verbessern. Mit diesem Praxis-Know-how und meinen Sprachkenntnissen hoffe ich anschließend einen festen Job als Industriekaufmann zu bekommen“, berichtete der Auszubildende Jonatan Garcia.

Die FEDA Madrid gehört zu den mehr als 140 Deutschen Auslandsschulen, die von der Zentralstelle für das Auslandsschulwesen (ZfA) des Bundesverwaltungsamtes im Auftrag des Auswärtigen Amts und unter Mitwirkung der Länder personell, finanziell und pädagogisch betreut werden. Die ZfA verstärkt die qualitätsorientierte Schulentwicklung und unterstützt die Gründung neuer Schulen mit deutschem Profil. Sie berät lokale Schulen beim Aufbau des Deutschunterrichts und bei der Einführung deutscher Schulabschlüsse nach internationalen Standards. An rund zehn Berufsbildenden Zentren im Ausland wird die duale Ausbildung zu kaufmännischen und gewerblich technischen Berufen angeboten.

Datum: 23.01.2015
Quelle: Zentralstelle für das Auslandsschulwesen (ZfA)
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