Archiv 2014

„Wir werden alle immer älter“ – Schreibwettbewerb in Chile


Schülerinnen und Schüler ZfA-betreuter PASCH-Schulen in Chile beschäftigten sich im Rahmen eines Wettbewerbes mit dem demografischen Wandel in Chile.

„In Deutschland diskutiert man die Rente ab 70. Immer mehr ältere Menschen leben allein in Altersheimen. Andere aktive Rentnerinnen und Rentner ziehen in ein Haus und gründen eine Wohngemeinschaft. Wie sieht das in Chile aus?“ So lautete die zentrale Frage des Schreibwettbewerbs, der über www.pasch-net.de ausgeschrieben und abgewickelt wurde. Die Schülerinnen und Schüler waren aufgefordert, zum Thema „Wir werden immer älter“ Beiträge für PASCH-Global, die Online-Schülerzeitung der PASCH-Initiative, zu schreiben. Ob Reportagen, Porträts, Leserbriefe oder Interviews - der Kreativität waren keine Grenzen gesetzt.

„Gemeinsam besser als einsam“ lautet etwa der Titel eines Beitrags. Javiera Berrios aus Valdivia beschreibt in dem gleichnamigen Projektvorschlag das Leben in einem Mehrgenerationenhaus. Lucas Valenzuela aus Santiago schlägt vor, dass die Schülerinnen und Schüler der Oberstufe freitagnachmittags Computer-Kurse für Rentner anbieten könnten, damit die Generationen voneinander lernen.

Finale in Santiago

Die fünf Finalistinnen und Finalisten trafen sich am 28. November auf Einladung der Fachberatung der Zentralstelle für das Auslandsschulwesen (ZfA) in Santiago im Lehrerbildungsinstitut (LBI) Wilhelm von Humboldt, um die zweite Runde des PASCH-Schreibwettbewerbs zu durchlaufen. Sie kamen von den Deutschen Auslandsschulen und Sprachdiplomschulen DS Puerto Montt, DS Osorno, DS La Unión, Deutsche Marienschule Santiago, DS Temuco, DS Valdívia und DS Sankt Thomas Morus.

Beeindruckt war die Jury, die sich aus Kathrin Herrmann (Deutsche Botschaft Santiago), Tanja Olbrich (Akademische Leiterin des LBI) und Anna Hendrischk-Seewald (Fachberaterin der ZfA) zusammensetzte, von dem großen Engagement und Problembewusstsein der Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Für ihre Reportagen besuchten einige Jugendliche erstmals Altersheime, sprachen mit Ärztinnen und Ärzten sowie Pflegerinnen und Pflegern. Viele Schülerinnen und Schüler äußerten sich in ihren Texten auch beunruhigt über die drohende Armut älterer Menschen, wenn diese krank werden, aufgrund der fehlenden sozialen Absicherungen.

Soziales Engagement und Kreativität

„Die Schülerinnen und Schüler bewiesen in ihren Beiträgen soziales Engagement und Kreativität zur Lösung einiger Probleme des demographischen Wandels, so dass es der Jury schwerfiel, die beiden ersten Sieger und den dritten Platz auszuwählen", berichtet Fachberaterin Hendrischk-Seewald.

Die diesjährigen Gewinnerinnen und Gewinner sind Javiera Berrios (Deutsche Schule Valdivia) und Lucas Valenzuela (Deutsche Schule Thomas Morus). Den dritten Platz belegt Joyce Luchsinger (Deutsche Schule Temuco). Sie erhält ein einjähriges Abonnement einer deutschsprachigen Zeitung ihrer Wahl. Die Siegerin und der Sieger freuen sich über Stipendien des Pädagogischen Austauschdienstes (PAD) für einen vierwöchigen Deutschlandaufenthalt.

Zusammen mit dem Sieger des nationalen Debattierwettbewerbs und den beiden Siegerinnen des Vorlesewettbewerbs werden die Schülerin und der Schüler im Juli 2015 unterschiedlichste Aspekte von Deutschland kennen lernen. Neben einem Aufenthalt in Familien und dem Besuch einer Schule in Deutschland werden sie gemeinsam mit Jugendlichen aus allen Teilen der Welt nach Köln, München und Berlin reisen und eine Vielzahl von Exkursionen unternehmen. Dabei sind die Jugendlichen nicht auf sich alleine gestellt: Die Preisträgerin und der Preisträger werden von geschulten Begleiterinnen und Begeleitern des PAD betreut.

„Wir wünschen den Teilnehmerinnen und Teilnehmern viel Spaß in Deutschland und sind sicher, dass sie viel von ihren Erlebnissen und Eindrücken an ihre Schulen weitergeben werden“, freut sich Hendrischk-Seewald.

Datum: 15.12.2014
Quelle: Zentralstelle für das Auslandsschulwesen (ZfA)

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