Archiv 2014

Schulen der Zukunft, Energie der Zukunft


Solarenergie in die Schulen – unter diesem Motto fand am 18. und 19. November in Astana, Kasachstan ein Runder Tisch statt, an dem Fach- und Deutschlehrkräfte aus 12 PASCH-Schulen teilnahmen.

Gemeinsam die Probleme der Zukunft lösen – mit diesem Ziel wurde die Initiative „Schulen: Partner der Zukunft" 2008 ins Leben gerufen. Die vom Goethe-Institut betreuten PASCH-Schulen in Kasachstan und Kirgisistan stellen sich dieser großen Herausforderung und vermitteln ihren Schülerinnen und Schülern das Thema „Erneuerbare Energien“ fächerübergreifend und praxisbezogen.

„Energie-Detektive“ im Einsatz

An der Schule Nr. 36 in Pawlodar existiert schon seit drei Jahren eine deutsch-sprachige Initiativgruppe, die sich die Installation einer Solaranlage auf dem Schuldach zum Ziel gesetzt hat. Korlan Demeuowa, Deutschlehrerin und Projektleiterin, berichtet: „Als ‚Energie-Detektive’ analysieren wir gemeinsam den Energieverbrauch der Schule und haben im letzten Jahr schon eine deutliche Einsparung erreicht. Im Jahr 2017 findet in Kasachstan die Weltausstellung statt – bis dahin wollen wir mit einer eigenen Schulsolaranlage zeigen, wie der Energiemix für die Schule der Zukunft aussehen kann.“



Workshops und Experimente mit Energieexperten aus Deutschland

Auf Einladung des Goethe-Instituts Kasachstan führten Almuth Tharan vom Unabhängigen Institut für Umweltfragen aus Berlin und Dipl. Ing. Sebastian Müller aus Dresden zwei Tage lang Workshops zum Thema Erneuerbare Energien an Schulen durch. Deutschlehrerinnen und -lehrer diskutierten dabei intensiv mit Mathematik-, Physik- und Informatiklehrkräften, wie die fächerübergreifende Vermittlung von Zukunftstechnologien an den Schulen gelingen kann.

Ein Höhepunkt der Veranstaltung waren praxisnahe Experimente mit Wind- und Sonnenenergie, die ab nächstem Jahr in allen vom Goethe-Institut betreuten PASCH-Schulen in Kasachstan und Kirgisistan eingesetzt werden sollen.



Klimaschutz beginnt in den Schulen

Auch Almas Aschabaew, stellvertretender Abteilungsleiter im kasachischen Bildungsministerium, betonte die große Bedeutung von Umweltbildung an den Schulen: „Deutschland und Kasachstan habe ehrgeizige Klimaschutzziele. Wir können diese nur erreichen, wenn der Wandel schon in den Schulen beginnt,“ betonte er beim gemeinsamen Runden Tisch.

Schulen der Zukunft – Energie der Zukunft, das gehört für die vom Goethe-Institut betreuten PASCH-Schulen in Kasachstan und Kirgisistan untrennbar zusammen. Eine Schulsolaranlage in Pawlodar ist dafür der nächste Schritt.

Datum: 19.11.2014
Quelle: Tanja Fichtner, Expertin für Unterricht, Goethe-Institut Kasachstan

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