Archiv 2014

Zwei neue PASCH-Schulen in Finnland


Nachdem im Februar und Mai 2014 bereits drei Schulen in Finnland ihre PASCH-Plakette entgegennehmen konnten, folgten im November die vierte und fünfte Schule.

In Turku erhielten die Schule Puolalanmäen lukio und in Espoo die Schule Espoonlahden lukio ihre PASCH-Plaketten. Damit gibt es jetzt insgesamt 14 finnische DSD-Schulen, zwei weitere Schulen stellen einen Antrag, ab 2015 ebenfalls das Deutsche Sprachdiplom (DSD) der Kultusministerkonferenz anbieten zu können. Obwohl in Finnland die Anzahl an Deutschlernenden etwas zurückgeht, ist das Interesse vieler Deutschlehrkräfte am DSD nach wie vor hoch. Sie wollen mit der Einrichtung des DSD an ihren Schulen Deutsch für ihre Schülerinnen und Schüler nach wie vor attraktiv halten.

Musikalischer Empfang in Turku

Am 12. November machten sich Herr und Frau Petzarsky, die Vertreterin und der Vertreter der Kulturabteilung der Deutschen Botschaft Helsinki, und Helga Fiechtner, Fachberaterin der Zentralstelle für das Auslandsschulwesen (ZfA), auf den Weg nach Turku. Die Schule Puolalanmäen lukio ist ein Gymnasium mit einem weit über Turku hinaus bekannten musischen Profil. So wurden die Gäste gleich mit einem Vortrag des Schulchors begrüßt. Neben Lehrkräften, Kolleginnen und Kollegen sowie deutschlernenden Schülerinnen und Schülern waren auch zwei Vertreterinnen der Stadt Turku anwesend.

Der Schulleiter Herr Kauppinen hielt seine Begrüßungsansprache auf Deutsch. Er freute sich darüber, mit seiner Schule nun zum weltweiten PASCH-Netz zu gehören und seinen Schülerinnen und Schülern das Deutsche Sprachdiplom der Kultusministerkonferenz anbieten zu können. Frau Petzarsky von der Deutschen Botschaft bedankte sich für den herzlichen Empfang. Sie lobte den hervorragenden musikalischen Vortrag der Schülerinnen und Schüler und wünschte der Schule für ihre Zukunft als Sprachdiplomschule viel Erfolg. Anschließend überreichte sie dem Schulleiter die PASCH-Plakette.

Die Veranstaltung wurde mit zwei weiteren musikalischen Vorträgen der Schulband fortgesetzt. Im Anschluss fanden sich alle Beteiligten bei Erfrischungen zum Kennenlernen und einem Meinungsaustausch zusammen.

Großer Applaus in Espoo


Am 17. November fuhr die neue Botschafterin in Finnland, Frau Janetzke-Wenzel zusammen mit Herrn Petzarsky und der Fachberaterin Frau Fiechtner an die neue PASCH-Schule Espoonlahden lukio in Espoo. Es war der erste Besuch der Botschafterin in einer Schule. Der Schulleiter Harri Korhonen begrüßte sie und ihre Begleitung herzlich und freute sich, die Botschafterin persönlich kennen zu lernen.

Im Anschluss an die Rede des Schulleiters kam eine Schülergruppe ans Mikrofon. Sie hatten Fragen an die Botschafterin vorbereitet. Die Botschafterin gab bereitwillig Auskunft über ihre Tätigkeit, ihre Hobbies sowie ihre Fremdsprachenkenntnisse und konnte sogar erste Finnischkenntnisse unter Beweis stellen. In ihrer Rede gratulierte sie der Schule zu ihrer Anerkennung als Sprachdiplomschule. Das Sprachdiplom der Kultusministerkonferenz passe sehr gut in das Profil dieser Schule, die ein großes Angebot an Fremdsprachen hat.

Frau Janetzke-Wenzel wies die Schülerinnen und Schüler auf die vielfältigen Möglichkeiten hin, im weltweiten Netz von über 1.700 PASCH-Schulen weltweit in Kontakt zu anderen Schulen und anderen Ländern zu kommen. Am Ende ihrer Rede überreichte sie dem Schulleiter unter großem Applaus die PASCH-Plakette. Ein Chor der Schule präsentierte anschließend ein deutsches Lied. Ein Vertreter der Stadt Espoo, der internationale Angelegenheiten der Stadt leitet, war ebenfalls anwesend. In einer kleinen Präsentation stellte er Espoo als florierenden Wirtschaftsstandort vor. Zum Abschluss gab es Gespräche aller Beteiligten bei Kaffee und Kuchen.

Das Deutsche Sprachdiplom (DSD) der Kultusministerkonferenz ist eine gemeinsame Aufgabe von Bund und Ländern. Die Prüfungssätze werden von der ZfA in Bonn erstellt. Hier findet auch die Auswertung der Ergebnisse statt. Alle Regularien des DSD werden im Zentralen Ausschuss behandelt. Die Sprachdiplomprüfung ist mehr als eine bloße Sprachfeststellungsprüfung. Sie hat darüber hinaus Auswirkungen auf den Deutschunterricht in vielen Ländern und ermöglicht eine weltweite Vergleichbarkeit der Leistungen, weil sie am Europäischen Referenzrahmen für Sprachen orientiert ist.

Datum: 26.11.2014
Quelle: Zentralstelle für das Auslandsschulwesen (ZfA)

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