Archiv 2014

Bundeskanzlerin Angela Merkel trifft erfinderischen PASCH-Schüler


Am 17. November 2014 präsentierte der 13-jährige Michael Schulz aus Brisbane der Bundeskanzlerin bei ihrem Besuch in Sydney seinen selbstgebauten Tricorder.

Dank diesesTricorders konnte der australische PASCH-Schüler sicher sein, dass die gesamte Aufmerksamkeit der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel auf ihn gerichtet war. Sie selbst hat einen Doktortitel in chemischer Physik und somit liegen ihr Naturwissenschaften aber auch digitale Neuheiten am Herzen.

Seiner Zeit voraus

Der Schüler der Kenmore State High School – eine der zwei australischen PASCH-Schulen, die ein sehr erfolgreiches Immersionsprogramm auf Deutsch haben – erfand den von Star-Trek inspirierten Tricorder schon in diesem Jahr, obwohl Science-Fiction-Schriftsteller in ihren Werken schrieben, dass solch ein Gerät frühestens im 23. Jahrhundert erfunden würde. Der Tricoder ist ein handgehaltener Computer, der die natürliche Welt misst und analysiert: Version 1 zeigt Temperatur, Licht und Radioaktivität an und die erweiterte 2. Version des Tricoders zeigt zusätzlich auch magnetische Felder, Beschleunigungen und Abstände.

Der Schüler hat das Gerät selbst entworfen und gebaut. Der Arbeitsprozess beinhaltete Programmierung, Entwurf, Druck mithilfe eines 3D-Druckers und den Entwurf einer gedruckten Leiterplatte, auf der er alles selbst zusammengelötet hat. Mit dem handlichen Tricorder, der integrierte Sensoren und einen Computer beinhaltet, kann man nun die Welt erkunden.

Erfinderisches Geschwisterpaar

Und der Erfindergeist – oder die naturwissenschaftliche Begabung – liegt wohl in der Familie: Michaels Schwester Esther Schulz, die ab 2015 die Kenmore State High School besuchen wird, konnte Bundeskanzlerin Merkel ebenfalls beeindrucken. Ihre „Erfindung“: ein High-Tech Mood Light, ein Stimmungslicht.

Die 11-jährige Esther ist eine der nationalen australischen Gewinnerinnen der „Bebras Australia Computational Thinking Challenge“ 2014 (das australische Pendant zum deutschen Wettbewerb „Informatik Biber“). Das Licht in Frau Merkels Hand färbte sich Orange, was bedeutet, dass ihr Körper warm ist. Mit dieser Erfindung gewann Esther Schulz die „Australian Young ICT Explorers Competition“ 2014, ein Wettbewerb der dem deutschen „Jugend forscht“ ähnlich ist.

Das Goethe-Institut Australien gratuliert Michael und Esther Schulz recht herzlich zu ihrem großen Erfolg und wünscht noch viele gute Ideen und einen wachen Erfindergeist!

Datum: 18.11.2014
Quelle: Denny Walther, PASCH-Koordinator Australien
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