Archiv 2014

Außenminister trifft DSD-Schüler in Kasachstan


Vom 9. bis 10. November befand sich Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier auf Staatsbesuch in Kasachstan. Dabei traf Steinmeier auch mit DSD-Schülerinnen und -schülern zusammen.

In der kasachischen Hauptstadt Astana eröffnete der Bundesaußenmister am 9. November die Ausstellung „Streiflichter der Geschichte – Diktatur und Demokratie im Zeitalter der Extreme“. Neben der Direktorin der Bibliothek, Umutkhan Munalbajewa, und Vize-Industrieminister Albert Rau, waren auch Schülerinnen und Schüler der von der Zentralstelle für das Auslandsschulwesen (ZfA) geförderten Sprachdiplomschule Nr. 46 dabei.

Fließend Deutsch

Die Elftklässlerinnen und Elftklässler bereiten sich auf die Prüfung zum Deutschen Sprachdiplom (DSD) der Kultusministerkonferenz vor und konnten sich mit dem Minister fließend auf Deutsch unterhalten. Die Schule ist Teil des Netzwerks „Schulen: Partner der Zukunft (PASCH)“, einer weltweiten Lerngemeinschaft aus über 1.700 von der Bundesrepublik Deutschland geförderten Schulen, deren verbindendes Element die deutsche Sprache ist.


Mit Blick auf den Mauerfall vor genau 25 Jahren betonte Steinmeier in seiner Rede, dass dieser 9. November ein sehr besonderer Abend für Deutschland sei - der ebenso „für die Welt als Ganzes sozusagen eine Zeitenwende“ bedeutete, heißt es auf der Homepage des Auswärtigen Amtes. Die bilateralen Beziehungen zwischen Deutschland und Kasachstan hätten sich seit der Unabhängigkeit „nur nach vorn“ entwickelt und eine Dichte erreicht, die ihresgleichen in der Region suche, so Steinmeier.

Studienstandort Deutschland

Das kann auch die in Kasachstan eingesetzte ZfA-Fachberaterin Frauke Woitsch bestätigen: „Ein Ausdruck hierfür ist auch die hohe Motivation der kasachischen Schülerinnen und Schüler Deutsch zu lernen. Die Attraktivität Deutschlands als Studienstandort ist hier in Kasachstan in den letzten Jahren deutlich gestiegen.“

In Kasachstan betreut die Zentralstelle für das Auslandsschulwesen (ZfA) des Bundesverwaltungsamtes im Auftrag des Auswärtigen Amts und unter Mitwirkung der Länder acht Sprachdiplomschulen, die zum Deutschen Sprachdiplom (DSD) der Kultusministerkonferenz führen. Das DSD ist eine gemeinsame Aufgabe von Bund und Ländern. Die Prüfungssätze werden von der ZfA in Bonn erstellt. Hier findet auch die Auswertung der Ergebnisse statt. Alle Regularien des DSD werden im Zentralen Ausschuss behandelt. Die Sprachdiplomprüfung ist mehr als eine bloße Sprachfeststellungsprüfung. Sie hat darüber hinaus Auswirkungen auf den Deutschunterricht in vielen Ländern und ermöglicht eine weltweite Vergleichbarkeit der Leistungen, weil sie am Europäischen Referenzrahmen für Sprachen orientiert ist. Die DSD II-Prüfung gilt als Sprachnacheis für ein Studium in Deutschland.

Datum: 12.11.2014
Quelle: Zentralstelle für das Auslandsschulwesen (ZfA)
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