Archiv 2014

DSD-Schüler bauen Brandenburger Tor in Tadschikistan


Menschen durchschreiten das Brandenburger Tor. 1989 in Berlin und 25 Jahre später in Duschanbe, der Hauptstadt Tadschikistans. Eine Kunstaktion der Deutschen Botschaft, der Zentralstelle für das Auslandschulwesen (ZfA), des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD) und des Goethe-Instituts (GI) zum 25. Jahrestag des Mauerfalls.

Ein nicht alltägliches Bild bot sich den Einwohnerinnen und Einwohnern Duschanbes, als sie durch den Park ihrer Hauptstadt gingen. Am Nawruzgoh in der Nähe des Palasts der Nation stand eine Kopie des Brandenburger Tors aus tausenden Luftballons. „Dieses besondere Kunstwerk war der Beitrag der Deutschen Botschaft, der von der ZfA betreuten Sprachdiplomschule Nr. 89, des DAAD-Büros Duschanbe und des GI Taschkent zum 25. Jahrestags des Mauerfalls“, freut sich ZfA-Fachschaftsberater Winfried Spahn.

Viel über Deutschland erklären


Zwölf tadschikische jugendliche Deutschlernende bauten zusammen mit der Künstlerin Sina Greinert das Brandenburger Tor aus Luftballons. Im DAAD Informationszentrums verknoteten die Schülerinnen und Schüler der Schule 89 vier Tage lang 10.000 Ballons miteinander, um das Tor dann neben dem Präsidentenpalast zu installieren. „Die gigantische Skulptur wurde vom deutschen Botschafter Holger Green eingeweiht und von vielen hundert Besucherinnen und Besuchern bestaunt“, schildert Spahn. Mit dem Durchschreiten des Tors konnten sie so symbolisch die Öffnung der Mauer zwischen Ost und West nacherleben.

Schüler Hasan Dijorov berichtet: „Wir mussten viel erklären, wie wir das gemacht haben, was das ist und warum das hier steht. Dabei konnten wir viel über Deutschland und die Mauer in Berlin erklären. Natürlich haben wir auch ganz stolz berichtet, dass wir an der Schule 89 Deutsch lernen und in diesem Jahr eine besondere Prüfung, die DSD-II-Prüfung, machen werden.“

Besonderer Tag der deutschen Geschichte


Auch an die anwesenden Kinder war gedacht. Sie wurden eingeladen, an einem Workshop teilzunehmen, bei dem von den Schülerinnen und Schülern der Schule 89 Handpuppen aus Ballons gefertigt wurden, die anschließend von den Kindern bemalt werden konnten. Den ganzen Tag sah man junge Tadschiken mit farbigen Luftballonfiguren durch Duschanbe ziehen. Schülerin Guliston Ahmadova ist begeistert: „Das ganze Projekt war toll, aber besonders viel Spaß hat es gemacht, mit den tadschikischen Kindern die Luftballons zu bemalen. Es war auch klasse, durch das Brandenburger Tor zu gehen und daran zu denken, dass es jetzt in Duschanbe ein bisschen wie in Berlin ist.“

Auch der ZfA-Fachschaftsberater zieht eine positive Bilanz: „Viel Spaß und ein Brandenburger Tor, das war das besondere Gedenken in Tadschikistan an einen besonderen Tag der deutschen Geschichte.“

In Tadschikistan betreut die Zentralstelle für das Auslandsschulwesen (ZfA) des Bundesverwaltungsamtes im Auftrag des Auswärtigen Amts und unter Mitwirkung der Länder drei Sprachdiplomschulen, die zum Deutschen Sprachdiplom (DSD) der Kultusministerkonferenz führen. Das DSD ist eine gemeinsame Aufgabe von Bund und Ländern. Die Prüfungssätze werden von der ZfA in Bonn erstellt. Hier findet auch die Auswertung der Ergebnisse statt. Alle Regularien des DSD werden im Zentralen Ausschuss behandelt. Die Sprachdiplomprüfung ist mehr als eine bloße Sprachfeststellungsprüfung. Sie hat darüber hinaus Auswirkungen auf den Deutschunterricht in vielen Ländern und ermöglicht eine weltweite Vergleichbarkeit der Leistungen, weil sie am Europäischen Referenzrahmen für Sprachen orientiert ist. Die DSD II-Prüfung gilt als Sprachnacheis für ein Studium in Deutschland.

Datum: 12.11.2014
Quelle: Zentralstelle für das Auslandsschulwesen (ZfA)

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