Archiv 2014

„Natürlich versteht man hier Deutsch“ - MdB Dr. Feist in Georgien


Am 28. Oktober besuchte Dr. Thomas Feist, Bundestagsabgeordneter und Mitglied im Unterausschuss Auswärtige Kultur- und Bildungspolitik, die von der Zentralstelle für das Auslandsschulwesen (ZfA) geförderte DSD-Schule 21. Öffentliche Schule Tbilissi.

Der Abgeordnete und seine wissenschaftliche Mitarbeiterin Dr. Khatia Kikalishvili nahmen sich bei ihrem Kurzbesuch in Georgien auch Zeit, einer Einladung an die älteste Sprachdiplomschule, die 21. Öffentliche Schule Tbilissi, zu folgen. Dort können Schülerinnen und Schüler das Deutsche Sprachdiplom (DSD) der Kultusministerkonferenz ablegen. Für Khatia Kikalishvili war dieser Besuch fast ein Heimspiel, da sie vor circa zehn Jahren als junge Germanistin ein Praktikum an eben dieser DSD-Schule absolvierte.

Bei der Begegnung mit dem Politiker waren nicht nur Schülerinnen und Schüler sowie Lehrkräfte der Gastgeberschule dabei, sondern auch junge Deutschlernende aus anderen DSD-Schulen, von denen es in Georgien mittlerweile fast zehn gibt. Auch André Betz, Schulleiter der Deutschen Internationalen Schule Tbilissi, nahm an diesem Treffen teil.

Dolmetscher nicht nötig


Nach einer kurzen Begrüßung durch die Schulleiterin und einem musikalischen Willkommen der poliphonischen Jungengesangsgruppe der Schule stellte Dr. Feist vorsichtig die Frage, ob er jetzt hier Deutsch sprechen könne und ob eventuell ein Dolmetscher nötig sei. Die Antwort war ein höfliches Lächeln der Schülerinnen und Schüler und der Kommentar, dass man hier natürlich Deutsch verstünde.

Die Gäste wurden zunächst von einem Schüler der 12. Klasse durch das Schulhaus geführt. In der anschließenden Gesprächsrunde diskutierten alle Anwesenden zu den Themen „Warum Deutsch?“, „Studium in Deutschland oder Berufsausbildung als Alternative“, „Anerkennung des DSD an deutschen Universitäten“ und natürlich reagierte Herr Dr. Feist auch nicht ablehnend auf die Wortmeldung eines Schülers: „Darf ich Ihnen auch mal eine politische Frage stellen?“.


Die Gespräche wurden bei einem anschließenden Imbiss in der Cafeteria der Schule fortgesetzt. Angela Schmidt, ZfA-Fachberaterin in Georgien, die den Besuch mitorganisierte, äußert sich zufrieden: „Die Schülerschaft und die Lehrkräfte erlebten Herrn Dr. Feist und seine georgische Mitarbeiterin Frau Dr. Kikalishvili als Menschen, die nicht distanziert große Worte sprechen, sondern ihnen in ihrem Verständnis und Denken nah sind.“

Die 21. Öffentliche Schule Tbilissi und die Deutsche Internationale Schule Tbilissi gehören zu den circa 1.200 Schulen weltweit, die von der Zentralstelle für das Auslandsschulwesen (ZfA) des Bundesverwaltungsamtes im Auftrag des Auswärtigen Amts und unter Mitwirkung der Länder personell, finanziell und pädagogisch betreut werden.

Das Deutsche Sprachdiplom (DSD) der Kultusministerkonferenz ist eine gemeinsame Aufgabe von Bund und Ländern. Die Prüfungssätze werden von der ZfA in Köln erstellt. Hier findet auch die Auswertung der Ergebnisse statt. Alle Regularien des DSD werden im Zentralen Ausschuss behandelt. Die Sprachdiplomprüfung ist mehr als eine bloße Sprachfeststellungsprüfung. Sie hat darüber hinaus Auswirkungen auf den Deutschunterricht in vielen Ländern und ermöglicht eine weltweite Vergleichbarkeit der Leistungen, weil sie am Europäischen Referenzrahmen für Sprachen orientiert ist.

Datum: 05.11.2014
Quelle: Zentralstelle für das Auslandsschulwesen (ZfA)
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