Archiv 2014

Slowenien: ZfA-Projekt eint Schüler aus Balkan-Staaten


Unter dem Motto „Frieden braucht Erinnerung und Zukunft“ kamen vom 4. bis 9. Oktober Schülerinnen und Schüler aus acht südosteuropäischen Ländern bei einem Begegnungsprojekt im slowenischen Ptuj zusammen.

Ausgangspunkt des vom ZfA-Regionalbüro Südosteuropa und den Fachberaterinnen und Fachberatern der Region organisierten Projekts war das Gedenken des Ersten Weltkriegs: Hundert Jahre nach dessen Ausbruch arbeiteten die Jugendlichen in international zusammengesetzten Gruppen diese Zeit künstlerisch und kreativ auf, um so die Vorstellung einer gemeinsamen friedlichen Zukunft zu entwickeln.

Entdecken von Gemeinsamkeiten


80 Schülerinnen und Schüler der Sprachdiplomschulen aus Slowenien, Kroatien, Serbien, Albanien, Kosovo, Montenegro, Mazedonien sowie Bosnien und Herzegowina, der Deutschen Schule Belgrad und der École française de Belgrade näherten sich dem Thema entweder als Schauspielerinnen und Schauspieler in einem Theaterstück, als Sängerinnen und Sänger des Chors, bei zeitgenössischem Tanz oder in verschiedenen dokumentarischen Arbeitsgruppen – Projektsprache: deutsch.

Dass ihre Heimatländer noch vor wenigen Jahren Kriege gegeneinander führten und die Beziehungen mancherorts weiterhin problematisch sind, stand für die Jugendlichen nicht im Vordergrund: „Wir verstehen uns sehr gut. Wir haben gemerkt, dass wir viele Gemeinsamkeiten haben und sind Freunde geworden“, so die 18-jährige Amina aus Bosnien und Herzegowina über die Zusammenarbeit in ihrer Projektgruppe, die eine Ausstellung zum Thema Erster Weltkrieg in Ptuj vorbereitete.

Wie eine große Familie


Von einem Regisseur, einer Choreografin und zahlreichen Lehrkräften angeleitet, arbeiteten die Gruppen vier Tage lang intensiv, um am letzten Projekttag eine gemeinsame Aufführung auf die Bühne zu bringen. Bei der Abendveranstaltung im städtischen Gymnasium wurden alle Gruppenarbeiten vereint und so eine vielseitige Mischung aus Musik, Theater, Tanz, Lesung und Vortrag präsentiert, die auch eine Delegation der Deutschen Botschaft aus Ljubljana begeisterte.

Abschließend sang die Projektchorgruppe gemeinsam mit dem lokalen Schulchor die Europahymne in deutscher und slowenischer Sprache. „Es ist einfach überwältigend, was die Jugendlichen innerhalb von vier Tagen zustande gebracht haben“, so der Tenor aller beteiligten Lehrkräfte. Und auch Schülerin Melani aus Slowenien war von ihrer Projektteilnahme in Ptuj begeistert: „Wir waren wie eine große Familie.“

In einem eigenen Blog auf PASCH-net berichten die Schülerinnen und Schüler über das Begegnungsprojekt und ihre Erfahrungen. Auch das Projektlied und weitere Ergebnisse sind dort zu finden.

Datum: 15.10.2014
Quelle: Zentralstelle für das Auslandsschulwesen (ZfA)
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