Archiv 2014

Erinnerungsjahr 2014 an der Deutschen Schule Montevideo


Die Deutsche Schule Montevideo nutzte die traditionelle Feierstunde zum 3. Oktober, um nicht nur das Gedenken an 25 Jahre Mauerfall, sondern auch das Erinnerungsjahr 2014 zum Thema zu machen.

„Schon in der ersten Jahreshälfte gab es die Anfrage aus der deutschen und der französischen Botschaft, zum Erinnerungsjahr 2014 eine gemeinsame Veranstaltung zu planen oder ein gemeinsames Projekt zu entwickeln“, berichtet Heidi Forneck-Schulz, Schulleiterin der Deutschen Schule Montevideo. „In der Vergangenheit gab es leider kaum Zusammenarbeit zwischen unseren beiden Schulen, aber diese Idee sollte ein neuer Anfang sein und ich griff sie gerne auf“.

Die Klasse 11 des bikulturellen Zweigs der Deutschen Schule Montevideo mit ihrem Geschichtslehrer Wolfgang Ebeling nahm Kontakt mit einer Klasse der französischen Schule und deren Lehrer Florian Herber auf. Beide arbeiteten planmäßig am Thema Ersten Weltkrieg und so bot sich das gemeinsame Projekt „Feldpostbriefe von deutschen und französischen Soldaten“ an. Die beiden Klassen trafen sich, recherchierten, diskutierten und besuchten gemeinsam die Eröffnung von historischen Zeitungsberichten in Uruguay im Parlamentsgebäude von Montevideo. Die Gruppen trafen sich zudem in der Französischen Schule, sahen gemeinsam den Film „Merry Christmas“ und reflektierten über den Ersten Weltkrieg. Das nächste Treffen wird an der Deutschen Schule stattfinden. Dort wird dann voraussichtlich der Film „Im Westen nichts Neues“ auf dem Programm stehen.

Erinnerungsjahr 2014

„In der Planung für die traditionelle Feierstunde zum 3. Oktober hier in der Schule beschlossen wir dann, das Erinnerungsjahr 2014 zum Thema zu machen und nicht nur das Gedenken an 25 Jahre Mauerfall“, so Schulleiterin Forneck-Schulz. So gab es dann in diesem Jahr eine besondere Veranstaltung – mit Gedenken an 100 Jahre Beginn Erster Weltkrieg, 75 Jahre Beginn Zweiter Weltkrieg und 25 Jahre Fall der Mauer und Wiedervereinigung. Anwesend waren der Botschafter, die Mitglieder des Schulvorstands und der Elternvertretung, Florian Herber von der Französischen Schule und circa 800 Schülerinnen und Schüler.


Während der Rede der Schulleiterin wurden Bilder und Fotos gezeigt, um die Ereignisse zu visualisieren, und zum entsprechenden Zeitpunkt integrierten sich zwei Schülerinnen aus der 11. Klasse und berichteten zusammen mit Lehrer Ebeling über ihr Projekt, lasen zwei Feldpostbriefe vor und erläuterten sie. Zum 25-jährigen Gedenken an den Fall der Mauer berichteten dann ein ehemaliger Schüler und aktueller Kollege der Schule, Bruno Cetraro - PAD-Stipendiat vor 25 Jahren - sowie Martina Charlar und Nicolás Sagasti - beide PAD-Stipendiaten in 2014 - von ihren sehr unterschiedlichen Wahrnehmungen derselben Stadt, Berlin, während ihres Besuches dort.

„Ich habe nach all den Rückmeldungen den Eindruck, dass es eine sehr gelungene, bewegende Veranstaltung war, die insbesondere die Schülerinnen und Schüler gut angesprochen hat und im Verlauf der „Semana de la Biculturalidad“, die hier regelmäßig in der Woche des 3. Oktober stattfindet, weiter aufgegriffen wurde“, so das Fazit von Forneck-Schulz.

Die Deutsche Schule Montevideo gehört zu den mehr als 140 Deutschen Auslandsschulen, die von der Zentralstelle für das Auslandsschulwesen (ZfA) des Bundesverwaltungsamtes im Auftrag des Auswärtigen Amts und unter Mitwirkung der Länder personell, finanziell und pädagogisch betreut werden. Die ZfA verstärkt die qualitätsorientierte Schulentwicklung und unterstützt die Gründung neuer Schulen mit deutschem Profil. Sie berät lokale Schulen beim Aufbau des Deutschunterrichts und bei der Einführung deutscher Schulabschlüsse nach internationalen Standards.

Datum: 14.10.2014
Quelle: Zentralstelle für das Auslandsschulwesen (ZfA)
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