Archiv 2014

«kulturweit»-Fahrradkarawane erreicht Bonn


600 Kilometer hat die diesjährige «kulturweit»-Fahrradkarawane zurückgelegt, bis sie am 14. August in Bonn ankam. Mit im Gepäck: prägende Erfahrungen aus ihrer Einsatzzeit im Freiwilligendienst «kulturweit» an einer geförderten Einrichtung im Ausland.

Mit ihrer Fahrradkarawane, die 2011 ihren Anfang nahm und über verschiedene Länder Osteuropas nun auch Deutschland erreichte, möchten die «kulturweit»-Alumni nicht nur auf den Freiwilligendienst aufmerksam machen, sondern auch zeigen, dass nachhaltiges Reisen möglich ist.

Erfolgsgeschichte Freiwilligendienst

Gottfried Böttger, Leiter des Pädagogischen Austauschdienstes (PAD) der Kultusministerkonferenz, hieß die erschöpften aber glücklichen Radfahrerinnen und Radfahrer bei einem Empfang herzlich willkommen. Er betonte, dass sich der Freiwilligendienst «kulturweit» in den vergangenen fünf Jahren zu einer richtigen Erfolgsgeschichte entwickelt habe. Die jungen Menschen zwischen 18 und 26 Jahren leisten mit ihrem Freiwilligendienst von sechs oder zwölf Monaten unter anderem an Deutschen Auslandsschulen und Sprachdiplomschulen einen wertvollen Beitrag zur Unterstützung der geförderten Schulen. Sie bereiten junge Deutschlernerinnen und Deutschlerner in aller Welt nicht nur auf Prüfungen vor, sondern begleiten auch Wettbewerbe, organisieren Schüleraustausche, Sprach-Cafés und viele andere Projekte und vermitteln so ein aktuelles Deutschlandbild.

Für den neuen Ständigen Vertreter des Leiters der Zentralstelle, Peter Dicke, macht die «kulturweit»-Fahrradkarawane, die dieses Jahr von Osnabrück und Stuttgart nach Bonn führte, deutlich, dass die „Impulse der Auslandserfahrung auch in Deutschland angekommen sind und dass die Vernetzung weitergeht“.


Erst «kulturweit», dann Auslandslehrkraft

Auch für Anna Veigel, Leiterin des Freiwilligendienstes, hört die Zugehörigkeit zu «kulturweit» nicht mit dem Ende des Einsatzzeitraumes auf. So sehen es auch die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Fahrradkarawane: Ihr Einsatz an den Schulen im Ausland hat sie nachhaltig geprägt. Es ist naheliegend, dass viele von ihnen nach den ersten Erfahrungen an einer Auslandsschule im Freiwilligendienst ein Lehramtsstudium aufgenommen haben. „Gerade im Auslandsschulwesen sind diese Kompetenzen sehr willkommen“, so Dicke. „Wir freuen uns schon jetzt auf die Bewerbungen von zukünftigen Auslandschullehrkräften mit «kulturweit»-Erfahrung“.

Der Freiwilligendienst «kulturweit» ist ein Projekt der Deutschen UNESCO-Kommission in Kooperation mit dem Auswärtigen Amt. Zu den Partnerorganisationen des Projektes gehören auch der PAD und die ZfA. Die ZfA bot in den vergangenen fünf Jahren Plätze für fast 900 Freiwillige an rund 300 Schulen an.

Die Zentralstelle für das Auslandsschulwesen (ZfA) des Bundesverwaltungsamtes betreut im Auftrag des Auswärtigen Amts und unter Mitwirkung der Länder mehr als 140 Deutsche Auslandsschulen und rund 1100 Sprachdiplomschulen personell, finanziell und pädagogisch. Die ZfA verstärkt die qualitätsorientierte Schulentwicklung und unterstützt die Gründung neuer Schulen mit deutschem Profil. Sie berät lokale Schulen beim Aufbau des Deutschunterrichts und bei der Einführung deutscher Schulabschlüsse nach internationalen Standards.
Datum: 15.08.2014
Quelle: Zentralstelle für das Auslandsschulwesen (ZfA)

PASCH-net und Social Media