Archiv 2014

Sommerschule „Naturwissenschaften und Deutsch“ in Bischkek


Lernen, tüfteln, forschen: 50 Schülerinnen und Schüler von FIT- und DSD-Schulen in Kirgisistan, Tadschikistan und Kasachstan nahmen mit Begeisterung an der Sommerschule „Naturwissenschaften und Deutsch“ teil.

Am 11. Juli präsentierten die PASCH-Schülerinnen und Schüler an der Universität in Bischkek ihre Ergebnisse aus der dreiwöchigen Sommerschule: Selbstprogrammierte Webseiten sind dabei entstanden, Schaltkreise wurden installiert, elektronische Musik programmiert und vieles mehr.

Drei Wochen lang hatten die PASCH-Lernenden mit Dozentinnen und Dozenten aus Deutschland und Kirgisistan ihr praktisches und theoretisches Wissen in Mathematik, Physik, Informatik und Deutsch vertieft und sich damit schon auf ein MINT-Studium in Deutschland, an der Deutsch-Kasachischen Universität in Almaty oder in einem Kooperations-Studiengang vorbereitet.


Die Sommerschule findet bereits zum sechsten Mal statt und ist eine bewährte Kooperation der PASCH-Partner DAAD, Goethe-Institut und ZfA sowie der Deutsch-Kirgisischen Fakultät für Informatik.

„Für mich war vor allem der Mathe-Unterricht sehr nützlich“, sagt Farhad Tashmetov, ein Zehntklässler aus der Schule Nr. 23 in Bischkek. „Nächstes Jahr sind meine Abschlussprüfungen (ORT), und ich bin mir sicher, dass ich mit den Schnellrechen-Techniken, die wir hier gelernt haben, ein besseres Ergebnis bekommen werde“. Gaukhar Toktybaeva aus Almaty fügt hinzu: „Ich will später Maschinenbau studieren, deshalb war der Physik-Unterricht für mich spannend. Ich habe hier ganz andere, praktische Seiten der Physik kennengelernt“.

Saidjomol Akbarov ist aus Khujand in Tadschikstan nach Bischkek gekommen und sagt: „Ich habe hier viel über Erneuerbare Energien gelernt, weil wir im Labor der Technischen Universität experimentieren konnten. Wir haben zum Beispiel herausgefunden, welche Windradflügel den besten Wirkungsgrad haben“.


Jana Dümmler, Leiterin des DAAD-IC in Bischkek erklärt: „Das Besondere an dieser Sommerschule ist tatsächlich die gute Zusammenarbeit mit den Universitäten. Wir sind hier direkt auf dem Campus, die Schüler schnuppern also schon einmal Uni-Luft. Sehr viele unserer Alumni beginnen auch hier ihr Studium und setzen es dann in an der Partnerhochschule in Zwickau fort. Damit bieten wir auch den FIT-Schülern eine direkte Brücke ins Studium in Deutschland.“ Aibek Maizhatov zum Beispiel war Teilnehmer der ersten Sommerschule vor sechs Jahren, nun ist er als Betreuer dabei und wechselt nach dem Sommer für ein Auslandssemester nach Deutschland.

Tanja Fichtner vom Goethe-Institut Almaty fügt hinzu: „Außerdem ist die Zusammenarbeit aller PASCH-Partner hier wirklich vorbildlich. Und mich würde es nicht wundern, wenn das mit 50 Schülerinnen und Schülern auch eines der größten PASCH-Sommercamps weltweit wäre. Wer weiß, vielleicht können wir im nächsten Jahr noch Gäste aus anderen Ländern begrüßen?“

Kunduz Kubanychbekova und ihre Freundinnen aus Naryn sind sich ebenfalls sicher: „Das Wichtigste an der Sommerschule ist die Kommunikation mit Menschen aus verschiedenen Ländern. Wir leben hier für drei Wochen zusammen und haben sehr viel dabei gelernt: Pünktlichkeit, Rücksicht, Aktiv sein, Verständnis füreinander haben – und wir sind alle viel selbstständiger geworden“.

Die internationale Lerngemeinschaft der PASCH-Initiative: In Bischkek war sie für drei Wochen sehr lebendig.

Datum: 11.07.2014
Quelle: Tanja Fichtner, Projektreferentin „Schulen: Partner der Zukunft“
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