Archiv 2014

Erfolgreicher Weltkongress Deutscher Auslandsschulen


Unter dem Motto „Bildung weltweit. Chancen weltweit.“ fand in Berlin vom 4. bis zum 7. Juni der 4. Weltkongress Deutscher Auslandsschulen statt.

Auf Einladung des Weltverbands Deutscher Auslandsschulen (WDA), des Auswärtigen Amts und der Zentralstelle für das Auslandsschulwesen (ZfA) kamen rund 450 Vorstände, Schul- sowie Verwaltungsleiterinnen und -leiter der mehr als 140 Deutschen Auslandsschulen (DAS) sowie erstmalig auch die ZfA-Fachberaterinnen und -Fachberater als Vertreter der rund 1.100 Sprachdiplomschulen, die Leiterinnen und Leiter der Berufsbildungszentren im Ausland sowie die Prozessbegleiterinnen und Prozessbegleiter der DAS zu dem Spitzentreffen.

Qualitativer Austausch

Im Mittelpunkt der zahlreichen und hochrangig besetzten Podiumsdiskussionen, Workshops und Fachbeiträge standen aktuelle bildungspolitische Themen wie das Auslandsschulgesetz, die gemeinsame Identität der geförderten Schulen im Ausland oder die Bedeutung von Bildungsqualität. Best-Practice-Beispiele verdeutlichten bisherige Erfolge, aber auch Handlungsbedarf im Bereich berufliche Bildung sowie Inklusion.

Steigende politische Anerkennung


Bundesaußenminister Dr. Frank-Walter Steinmeier eröffnete den Weltkongress am 4. Juni im Auswärtigen Amt und betonte, dass Kultur und Bildung in der zukünftigen Außenpolitik eine stärkere und entscheidende Rolle spielen werden. „Wir kommen häufig einfach zu spät, wenn wir Abiturienten in China oder Indien ansprechen, die ihren Schulabschluss schon haben.“ Was die Deutschen Schulen im Ausland leisten, sei daher „kein schmückendes Beiwerk, sondern ein wichtiger Bestandteil der auswärtigen Politik“, so der Außenminister. Auch Politiker wie der Vorsitzende des Unterausschusses für Auswärtige Kultur- und Bildungspolitik Dr. Peter Gauweiler sowie die Vizepräsidentin des Deutschen Bundestags Ulla Schmidt unterstrichen in ihren Redebeiträgen die Bedeutung des deutschen Auslandsschulwesens.

Berufliche Bildung


Sylvia Löhrmann, Präsidentin der KMK und Ministerin für Schule und Weiterbildung des Landes Nordrhein-Westfalen, hob hervor, dass Deutschland bereit sei, „zukünftig stärker auch Initiativen beruflicher Bildung an Auslandsschulstandorten zu unterstützen, nicht nur vor dem Hintergrund des Fachkräftemangels, sondern gerade auch vor dem Hintergrund der dramatisch hohen Jugendarbeitslosigkeit in den von der jüngsten europäischen Wirtschafts- und Finanzkrise am stärksten betroffenen Ländern“. Auch Christoph Verenkotte, Präsident des Bundesverwaltungsamtes, sprach über die Bedeutung der beruflichen Bildung: „An zwölf Standorten Deutscher Auslandsschulen wird die berufliche Bildung bereits angeboten. Im Koalitionsvertrag ist der politische Auftrag formuliert worden, die berufliche Bildung an den Deutschen Auslandsschulen noch stärker zu verankern. Diesem Auftrag widmet sich die Zentralstelle für das Auslandsschulwesen des BVA.“ Er betonte, dass die Herausforderungen, die sich dabei stellen, nur zu meistern seien, wenn alle an einem Strang zögen: die Schulen, die Eltern, die Unternehmen und deren Verbände sowie die Politik.

Stärkung des Netzwerkes

Der alle vier Jahre stattfindende Weltkongress soll das Netzwerk der Auslandsschulen stärken und das Engagement seiner unterschiedlichen Akteure würdigen. „Der Weltkongress zeigt, wie gut Öffentlich-Private Partnerschaft ebenso wie Bund-Länder-Partnerschaft im Auslandsschulwesen funktionieren können“, lobte Dr. Thomas Schmitt, Referatsleiter im Auswärtigen Amt die gute Zusammenarbeit der Beteiligten. Joachim Lauer, Leiter der ZfA fasst zusammen: „Der Weltkongress in Berlin hat gezeigt, dass die Wahrnehmung der deutschen Auslandsschularbeit nicht nur bei allen Beteiligten, sondern auch bei den politisch Verantwortlichen stark gewachsen ist“.

Impulse konnte hier auch eine vom WDA initiierte Studie zum Wertbeitrag Deutscher Auslandsschulen der Universität St. Gallen setzen, die beim Weltkongress vorgestellt wurde. „Die Untersuchung schafft die Grundlage für den langfristigen Austausch, um über die vielfältigen Wertbeiträge dieses einzigartigen globalen Schulnetzwerkes zu diskutieren", sagt Detlef Ernst, Vorstandsvorsitzender des WDA.

Datum: 12.06.2014
Quelle: Zentralstelle für das Auslandsschulwesen (ZfA)

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