Archiv 2014

Finale Jugend debattiert in China 2014


„Jugend debattiert macht mein Denken aktiv und mein Leben bunt“, so Jiao Yuxuan, eine Teilnehmerin des Landesfinales des Wettbewerbs „Jugend debattiert in China“, das vom 31. April bis 4. Mai an der Fremdsprachenschule Shanghai Pudong stattfand.

Der Wettbewerb wurde nun schon im vierten Jahr erfolgreich von der Zentralstelle für das Auslandsschulwesen (ZfA) ausgerichtet und von der Stiftung Mercator unterstützt. Gewinnerinnen und Gewinner waren schon alle zwölf angereisten Teilnehmenden der Finalrunde, da sie bereits in den Wettbewerbsrunden in ihrer Deutschklasse, im Schulfinale sowie im Regionalfinale ihrer Bereiche Peking, Shanghai und Chengdu erfolgreich waren.

Dafür wurden sie mit einem zweieinhalbtägigen Siegertraining mit Tim Wagner, einem der Mitbegründer des deutschen „Jugend debattiert“-Wettbewerbs, belohnt. Mit abwechslungsreichen Methoden wurden die einzelnen Teile der Debatte geübt, inhaltliche Aspekte vieler verschiedener Themen diskutiert sowie an rhetorischen Varianten gefeilt.

Teilnehmerin Pu Xinyun fasst zusammen: „Hier habe ich eine ganze Gruppe von DSD-Schülerinnen und -schülern aus ganz China getroffen und viel von ihnen gelernt. Ich musste sowohl auf der Pro- als auch auf der Kontraseite stehen, was mich über alle Positionen sachlich und umfassend nachdenken ließ, denn wie sagt man immer: Der Kopf ist rund, damit das Denken die Richtung wechseln kann“. Bei einem anschließenden gemeinsamen Stadtrundgang durch das schöne Shanghai konnten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer dann auf andere Gedanken kommen und den Tag entspannt ausklingen lassen.


Am dritten Tag wurde es nachmittags dann schon ernster, denn nun sollte die erste der drei Debattenrunden stattfinden. Beim Thema „Soll man in China ein Gesetz einführen, das die Ökobilanz auf allen Waren angegeben werden muss?“ zeigten die Schülerinnen und Schüler ihre gute Sachkenntnis, ihr Ausdrucksvermögen, ihre Gesprächsfähigkeit und ihre Überzeugungskraft.

Die Spannung stieg am Tag darauf, als sich in der zweiten Vorrunde mit dem Thema „Soll in China die Goldene Woche durch drei flexibel wählbare Tage ersetzt werden?“ entschied, wer in das Finale der besten Vier einziehen sollte. Die vier ermittelten Finalistinnen und Finalisten präsentierten sich kurze Zeit später mit dem Thema „Sollen in China Erwachsene gesetzlich dazu verpflichtet werden, ihre Eltern regelmäßig zu besuchen?“ einer beeindruckten Jury. Juroren waren Laura Sturm, Projektleiterin des Goethe Instituts, Gudrun Lingner, Leiterin für Kultur des Generalkonsulats Shanghai, Caspar Welbergen, Leiter des Projektbüros der Stiftung Mercator in Peking, Chen Xingying, Schülerin der Fremdsprachenschule Shanghai Pudong und Vorjahresgewinnerin des Wettbewerbs sowie Mechthild Spiegel, Fachberaterin der ZfA in Peking.

Schließlich standen die Siegerinnen und Sieger fest: Cheng Sipeng aus der Fremdsprachenschule Nanjing, gefolgt von Pu Xinyun aus der Fremdsprachenschule Shanghai, Wang Hongyi von der Experimentellen Fremdsprachenschule Chengdu und Liu Yuhan von der Fremdsprachenschule Jinan. Die Zweitplatzierte Pu Xinyun ist mehr als zufrieden: „Für mich ist diese Veranstaltung kein reiner Wettbewerb, um dessen Sieg ich mich bemühen soll, sondern eine wunderbare Plattform, auf der ich mich voll entfalten und den eigenen Horizont erweitern kann“.

Das können sie und der Gewinner Cheng Sipeng Ende Juni machen, wenn sie ihre Siegerreise zum Finale des Bundeswettbewerbs „Jugend debattiert“ in Berlin antreten. Nach fünf spannenden, schönen und bereichernden Tagen mit vielen kniffligen Debattenfragen blieb eine Frage, für die keine Gegenargumente gefunden werden konnten: „Soll Jugend debattiert in China auch im kommenden Schuljahr stattfinden?“ - „Ja, auf jeden Fall!“

Datum: 26.05.2014
Quelle: Zentralstelle für das Auslandsschulwesen (ZfA)

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