Archiv 2014

Beeindruckende Leistungen bei DaF-Olympiade in Rumänien


185 Deutschlernerinnen und Deutschlerner zeigten vom 3. bis 9. April im rumänischen Landesfinale der Olympiade für Deutsch als Fremdsprache (DaF) in Galati beeindruckende Gruppenleistungen.

„Wie in den Vorjahren hat im Landesfinale der DaF-Olympiade die Gemeinschaftsleistung eine große Rolle bei diesem Wettbewerb gespielt“, sagt Dieter Jaeschke, Fachberater der Zentralstelle für das Auslandsschulwesen (ZfA) in Bukarest. Jaeschke betreut das Deutschprogramm an rumänischen Schulen, die das Deutsche Sprachdiplom der Kultusministerkonferenz anbieten.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus 37 Kreisen hatten sich in den Altersgruppen neunte/zehnte und elfte/zwölfte Klasse in zwei Vorrunden auf Stadt- und Kreisebene für das Landesfinale qualifiziert, das vom Schulinspektorat Galati ausgerichtet worden ist. Gastgebende Schulen waren die Nationalkollegs „Vasile Alecsandri“ und „Costache Negri“. Die Gesamtorganisation lag bei Sorin Giurumescu, dem Generalinspektor für Deutsch als Fremdsprache im Nationalen Rumänischen Bildungsministerium und seiner 26-köpfigen Jurykommission.

Gruppenleistung im Vordergrund

Nach den Einzelprüfungen in den Teilkompetenzen Hör- und Leseverstehen waren die jungen Deutschlernenden zunächst aufgerufen, ihre Gedanken zu Aphorismen schriftlich niederzulegen. Markenzeichen der DaF-Olympiade: Alle Arbeiten werden anonymisiert und von jeweils sechs Kommissionsmitgliedern nach unterschiedlichen Kompetenzkriterien bewertet.


Im Vordergrund steht jedoch die Gruppenleistung: Getrennt nach den beiden Altersgruppen war den Finalteilnehmerinnen und -teilnehmern eines von zwölf aktuellen Jugendbüchern zugelost worden. „Jede Gruppe entwickelte in zweieinhalb Tagen ein zehnminütiges Theaterstück zu ihrem Buch“, erklärt Dieter Jaeschke. „Die Schülerinnen und Schüler sind völlig frei in der Form ihrer Interpretation und werden dabei nicht von der Begleitlehrkraft betreut“, so der ZfA-Fachberater. „Außerdem müssen sich Schülerinnen und Schüler mit unterschiedlichen Sprachkompetenzen schnell zusammenfinden.“ Während die Jugendlichen Textauszüge auswählten und Szenen probten, korrigierten die Jurymitglieder die individuellen Schülerarbeiten – teilweise bis in die Nacht hinein. Die Begleitlehrkräfte holten sich indessen didaktisch-methodische Anregungen, die in Workshops von Giurumescu und Jaeschke angeboten wurden.

Beeindruckende sprachliche und darstellerische Leistungen

Am Finaltag verfolgten zahlreiche Gäste die Vorstellungen und waren regelrecht begeistert, was die jungen Leute in der kurzen Zeit auf die Bühne brachten – inklusive musikalischer Untermalung, Gruppenplakaten und Kostümen. Bei den Neunt- und Zehntklässlern setzte sich die Gruppe durch, die „Kinshasa Dreams“ von Anna Kuschnarowa interpretiert hatte. In der Altersklasse der Elft- und Zwölftklässler siegte die Gruppe, der „Das Paradies der Täter“ von Jürgen Seidel zugelost worden war.

Gebannte Spannung auch bei der Siegerehrung: Wer hatte wohl die Tickets für die Internationale Deutscholympiade im August in Frankfurt am Main gelöst? In der Aula Magna der Technischen Universität „Dunărea de Jos“ nannte Sorin Giurumescu die glücklichen Gewinnerinnen und Gewinner. „Mich hat wirklich berührt, welche beeindruckenden sprachlichen und darstellerischen Leistungen in meiner Muttersprache hier in kurzer Zeit von jungen Menschen aus Rumänien entfaltet worden sind“, sagte ZfA-Fachberater Jaeschke, der neben den Grüßen des deutschen Botschafters auch 72 Preisbücher der Botschaft überbracht hatte. „Macht weiter so, denn wer sogenannte fremde Sprachen spricht, wird den Menschen dieser Sprache nicht mehr fremd sein.“

Datum: 02.05.2014
Quelle: Zentralstelle für das Auslandsschulwesen (ZfA)

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