Archiv 2014

Deutschlernen in Palästina, Studieren in Deutschland


In Bethlehem konnten sich Schülerinnen und Schüler, Eltern und Schulvertreter von sechs palästinensischen Schulen mit deutschem Lehrangebot zu Fragen des Spracherwerbs und Perspektiven eines Studiums in Deutschland informieren.

Deutsch steht in den Palästinensischen Gebieten hoch im Kurs. An 13 Schulen, darunter zwei Deutschen Auslandsschulen, lernen Schülerinnen und Schüler die deutsche Sprache. Zahlreiche deutsche Institutionen unterstützen diese Bemühungen.

Förderung der deutschen Sprache

So berät die Zentralstelle für das Auslandsschulwesen (ZfA) lokale Schulen beim Aufbau des Deutschunterrichts und bei der Einführung deutscher Schulabschlüsse nach internationalen Standards. Der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD) unterstützt den Aufbau einer universitären Deutschausbildung in Palästina und vergibt zahlreiche Stipendien für Studien in Deutschland und Jordanien, darunter auch ein Stipendium für die Absolventinnen und Absolventen der Deutschen Schulen im Ausland sowie ein Stipendium für das Fach Deutsch als Fremdsprache. Ermöglicht werden diese Aktivitäten vor allem durch Zuwendungen des Bundes. Die Förderung der deutschen Sprache nimmt somit auch in der Arbeit der deutschen Auslandsvertretungen einen hohen Stellenwert ein.


Nachdem im Dezember 2013 in Ramallah ein von der ZfA ermöglichtes und zusammen mit DAAD und deutschem Vertretungsbüro organisiertes Treffen für die Schulen der nördlichen Westbank stattgefunden hatte, gab es Ende März – dieses Mal auf Einladung des DAAD – ein weiteres Treffen für die südliche Westbank in Bethlehem.

Treffen für die südliche Westbank

Eingeladen waren Schülerinnen und Schüler, Eltern und Schulvertreter, um mit Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des DAAD, der ZfA und des deutschen Vertretungsbüros in Ramallah ins Gespräch zu kommen. Die Gäste konnten sich über neuere Entwicklungen im Bereich der Deutschausbildung in Palästina und Möglichkeiten eines Hochschulstudiums in Deutschland informieren, Fragen stellen und Anregungen geben. Knapp 80 Personen waren der Einladung der drei Organisatoren nachgekommen.


Zum Auftakt der Veranstaltung wurde ein von der ZfA mit Unterstützung des Vertretungsbüros produzierter Film zur Aufführung gebracht, der die junge palästinensische Studentin Juman porträtiert, die derzeit mit einem Stipendium des DAAD für die Absolventinnen und Absolventen Deutscher Auslandsschulen in Köln Medizin studiert. Der Film, der sehr anschaulich die mit einem Auslandsstudium verbundenen Chancen und Herausforderungen thematisiert, fand begeisterte Aufnahme.

Großes Interesse an einem Studium in Deutschland

Einem günstigen Umstand war es zu verdanken, dass die „Heldin“ des Films gerade auf Heimatbesuch war und sich zusammen mit ihren Eltern, zwei ehemaligen DAAD-Stipendiatinnen sowie Vertretern von DAAD, ZfA und Vertretungsbüro im Rahmen einer Podiumsdiskussion den Fragen des Publikums stellen konnte.

Bei der lebhaften Diskussion wurde das große Interesse deutlich, das seitens palästinensischer Schülerinnen und Schüler sowie Eltern am Erwerb der deutschen Sprache und einem Studium in Deutschland besteht. Bei einem Deutschlandquiz bewiesen die jungen Leute ihr Wissen über deutsche Geschichte und Gegenwart.

In intensiven Einzelgesprächen klang die Veranstaltung bei einem kleinen Buffet aus. Fortsetzung erwünscht.

Datum: 25.04.2014
Quelle: Deutscher Akademischer Austauschdienst (DAAD) Ostjerusalem

PASCH-net und Social Media