Archiv 2014

Deutsche Schule Teneriffa – auf dem Weg zu den Vereinten Nationen


Nach über dreimonatiger Vorbereitung war es im März endlich so weit: Elf Schülerinnen und Schüler der Oberstufe der Deutschen Schule Teneriffa nahmen an der Konferenz „Change the World Model UN“ in New York teil.

1.600 Schülervertreterinnen und -vertreter aus allen fünf Kontinenten, von Pakistan über die Vereinigten Staaten bis hin zu vielen europäischen Ländern versuchten gemeinsam Lösungen zu drängenden internationalen Herausforderungen, wie der Bedrohung durch den Terrorismus, zu finden und ihre Meinungen auszutauschen. „Dabei spielten unsere Schülerinnen und Schüler als Vertreter Kanadas, der Philippinen und Malaysias in verschiedenen UN-Komitees eine wichtige Rolle und konnten die Positionen ihrer Länder in zahlreichen Resolutionen einbringen und Entscheidungsprozesse mitgestalten“, so Günter Zloch, Begleitlehrer der Deutschen Schule Teneriffa. „Nach den Erfahrungen der Model-UN-Konferenzen 2012 in Berlin und 2013 in München bildete die Konferenz in New York den krönenden Abschluss einer ganz ausgezeichneten Team- und Projektarbeit“.


Die drei intensiven Konferenztage am Hauptsitz der Vereinten Nationen am East River und im Grand Hyatt in Midtown Manhattan wurden von Reden des italienischen Botschafters bei den Vereinten Nationen und dem Vertreter Sri Lankas eröffnet und waren von Diskussionen, Gesprächen und dem Erstellen von Resolutionen geprägt.

Begegnung mit Spitzendiplomaten

Bereits vor der Konferenz hatten die Schülerinnen und Schüler die Gelegenheit, Spitzendiplomaten der Vereinten Nationen aus Deutschland, der Schweiz und Spanien zu begegnen. „Wir konnten die Arbeit in verschiedenen UN-Komitees live zu beobachten, den Sicherheitsrat zu besuchen und Antworten von Insidern zu drängenden weltpolitischen Ereignissen, wie der Krimkrise, zu erhalten“, berichtet Begleitlehrer Zloch. „So erfuhren wir bereits vor der internationalen Presse, was der Generalsekretär der Vereinten Nationen, Ban Ki Moon, bei seinem Treffen mit dem russischen Präsidenten Putin sagen würde und warum die Lage auf der Krim so komplex ist“. Gleichzeitig war die Begegnung mit den realen Vereinten Nationen natürlich die beste Vorbereitung auf die Model-UN-Konferenz, die am nächsten Tag in der General Assembly Hall stattfand.

Nach der Konferenz ist vor der Konferenz, und so wurden auch in den Tagen danach spannende und lehrreiche Gespräche in den Ständigen Vertretungen Deutschlands und Spaniens geführt, die einerseits den gemeinsamen europäischen Blick in Bezug auf die Vereinten Nationen unterstrichen, andererseits auch ganz landestypische Ansätze internationaler Politik offenbarten, die den Schülerinnen und Schülern weitere politische und interkulturelle Einblicke verschafften.

Das Programm bestand neben der Konferenzteilnahme und den politischen Treffen auch aus Besuchen an einer amerikanischen Highschool und der Deutschen Schule New York und vielen kulturellen Erlebnissen. Gemeinsam bereiteten sich die Schülerinnen und Schüler auf die Konferenz vor und tauschten ihre bisherigen Erfahrungen aus.

Die Deutsche Schule Teneriffa gehört zu den mehr als 140 Deutschen Auslandsschulen, die von der Zentralstelle für das Auslandsschulwesen (ZfA) des Bundesverwaltungsamtes im Auftrag des Auswärtigen Amts und unter Mitwirkung der Länder personell, finanziell und pädagogisch betreut werden. Die ZfA verstärkt die qualitätsorientierte Schulentwicklung und unterstützt die Gründung neuer Schulen mit deutschem Profil. Sie berät lokale Schulen beim Aufbau des Deutschunterrichts und bei der Einführung deutscher Schulabschlüsse nach internationalen Standards.
Datum: 25.04.2014
Quelle: Zentralstelle für das Auslandsschulwesen (ZfA)
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