Archiv 2014

Fachleitertagung in Santiago de Chile


Wie kann der gesamte Fachbereich mit gutem Unterricht erfolgreich auf das Deutsche Sprachdiplom (DSD) der Kultusministerkonferenz vorbereiten? Dieser Frage gingen vom 31. März bis 4. April 23 Lehrkräfte der von der Zentralstelle für das Auslandsschulwesen (ZfA) geförderten Schulen in Chile nach.

Die Tagung der DaF-Fachleiter, zu der Anna Hendrischk-Seewald, ZfA-Fachberaterin in Chile, eingeladen hatte, fand im Lehrerbildungsinstitut in Santiago statt. Erfahrene Lehrerinnen und Lehrer stellten dort eigene erfolgreich erprobte Unterrichtsprojekte vor. Dazu gehörten zum Beispiel die Vorbereitung der Deutschlandreise mithilfe eines von Schülerinnen und Schülern verfassten Roadmovies oder die Erarbeitung von Videosequenzen zu historisch wichtigen Themen mit deutschsprachigen Zeitzeugen oder die Illustration deutscher Märchen von Schülerinnen und Schülern zur Förderung der Lesekompetenz und der deutschen Kultur. „Unterricht interessant und gut zu gestalten bedeutet eine der Herausforderungen, der sich Lehrer tagtäglich stellen müssen“, weiß Hendrischk-Seewald.

Heterogene Lerngruppen stellen mittlerweile den Unterrichtsalltag dar. Wie man diesen im Deutschunterricht durch moderne und schülerorientierte Lernarrangements gerecht werden kann, bildete einen weiteren inhaltlichen Schwerpunkt der jährlich stattfindenden Tagung. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer präsentierten verschiedene Möglichkeiten binnendifferenzierten Deutschunterrichts, wie zum Beispiel die Arbeit mit individuell für jeden Schüler erstellten Deutschordnern. Die Fachleiterinnen und Fachleiter erstellten aber auch eigene binnendifferenzierte Aufgaben zu den Pflichtthemen für das DSD II.

Vorbereitung auf das DSD hat oberste Priorität

Neben den inhaltlich methodischen Veränderungen des Deutsch-als-Fremdsprache-Unterrichts hat die Vorbereitung auf das DSD oberste Priorität. Daher wurden die Veränderungen im Aufgabenformat sowie die veränderten Bewertungskriterien analysiert und mögliche Konsequenzen für einen erfolgreichen Deutschunterricht diskutiert.

Diese Konsequenzen tatsächlich an den eigenen Schulen umzusetzen und Prozesse zu initiieren, ist eine zentrale Aufgabe der Fachleiterinnen und Fachleiter. Um diese darin zu stärken, wurde Uwe Ries, langjähriger Prozessbegleiter für die Deutschen Auslandsschulen des südlichen Lateinamerikas, für zwei Tage eingeladen. Gemeinsam mit Fachleiterinnen, Fachleitern und Fachberatung planten die Pädagogen guten kompetenzorientierten Unterricht und erprobten, wie ein faires Feedback unter Kolleginnen und Kollegen verlaufen sollte.

Großer Einsatz im Dienst der deutschen Sprache

Ein besonderer Höhepunkt der Tagung war die Einladung des Botschafters zu einem Nachmittagsempfang. Dort trafen die Leiterinnen und Leiter der Deutschabteilungen weitere wichtige deutsche Kulturmittler in Santiago, wie zum Beispiel Vertreter des Heidelberg-Centers und des Goethe-Instituts. Neue Kontakte wurden geknüpft, Informationen ausgetauscht und viele neue Projekte angestoßen. Daniel Kriener, ständiger Vertreter der Deutschen Botschaft, bedankte sich bei allen für den großen Einsatz im Dienst der deutschen Sprache, denn schließlich arbeiteten alle am gleichen Ziel: der Förderung der deutschen Sprache und Kultur.

Die Zentralstelle für das Auslandsschulwesen (ZfA) des Bundesverwaltungsamtes fördert in Chile fünf Deutsche Auslandsschulen und 16 DSD-Schulen im Auftrag des Auswärtigen Amts und unter Mitwirkung der Länder personell, finanziell und pädagogisch. Die ZfA verstärkt die qualitätsorientierte Schulentwicklung und unterstützt die Gründung neuer Schulen mit deutschem Profil. Sie berät lokale Schulen beim Aufbau des Deutschunterrichts und bei der Einführung deutscher Schulabschlüsse nach internationalen Standards.
Datum: 24.04.2014
Quelle: Zentralstelle für das Auslandsschulwesen (ZfA)

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