Archiv 2014

Lehrer der Deutschen Schule Helsinki erhält Bundesverdienstkreuz


Bundespräsident Joachim Gauck hat Robert Bär, Lehrer an der Deutschen Schule Helsinki (DSH), im März mit dem Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet.

Die Auszeichnung wurde am 28. März in einer Feierstunde durch den Botschafter der Bundesrepublik Deutschland in Finnland, Dr. Thomas Götz, überreicht. Robert Bär unterrichtet seit 1991 die Fächer Deutsch und Musik an der Deutschen Schule Helsinki. Neben seinem Lehreramt hat er sich seit 1997 ehrenamtlich als Hauptverantwortlicher für den alljährlichen Musikwettbewerb „Jugend musiziert“ in Nord- und Osteuropa eingesetzt.

„Seit 18 Jahren betreut er den Wettbewerb „Jugend musiziert“, nicht nur an unserer Schule, sondern wird von der DSH immer wieder an andere Auslandsschulen abgeordnet, um dort unterstützend und organisatorisch zu helfen“, beschreibt Frank Kühn, Leiter der DS Helsinki, das Wirkungsfeld des Pädagogen. Bär obliegt jedes Jahr die Gesamtleitung des sogenannten Landeswettbewerbs, an dem zuletzt in Kopenhagen Schülerinnen und Schüler aus 14 europäischen Deutschen Auslandsschulen teilgenommen haben. Der Wettbewerb „Jugend musiziert“, an dem jedes Jahr in einem dreistufigen Wettbewerb Musikschulen und allgemeinbildende Schulen in Deutschland sowie Deutsche Auslandsschulen in Nord- und Osteuropa und dem Mittelmeerraum teilnehmen, steht unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten.

Wettbewerb zu großer Bedeutung geführt

„Herr Bär hat diesen Wettbewerb aufgebaut und zu großer Bedeutung geführt. Die Qualität des Wettbewerbs ist mittlerweile so gut, dass alleine die Deutsche Schule Helsinki im vergangenen Jahr beim Bundeswettbewerb zwei erste Preise und einen dritten Preis errungen hat“, freut sich der Schulleiter. Außerdem sei der Wettbewerb inzwischen ein großer Imageträger und sorge mit dafür, dass Schülerinnen und Schüler nach abgeschlossener Qualifikation für die Oberstufe auch tatsächlich die Oberstufen der Deutschen Schule zum Beispiel in Helsinki besuchen.

Robert Bär hat an der Deutschen Schule Helsinki, die zu 85 Prozent von finnischen Schülerinnen und Schülern besucht wird, mit Hilfe des Wettbewerbs die Musik zu einem festen Bestandteil des Schüleralltags, aber auch des Kulturlebens in der Hauptstadt gemacht. Die Begeisterung der Schülerinnen und Schüler für die Musik, die sich unter anderem an der Existenz von über 30 Schülerbands zeigt, ist an der Schule überall spürbar. Die Nachfrage nach Musikunterricht an der Deutschen Schule ist in den letzten Jahren so stark gestiegen, dass die Schule 2008 eine eigene Musikschule einrichten konnte. Auch dies ein Verdienst von Robert Bär. Bär hat sich mit seinem großen ehrenamtlichen Engagement an der Deutschen Schule Helsinki und beim Wettbewerb „Jugend musiziert“ in herausragender Weise für die finnisch-deutschen Beziehungen verdient gemacht.

Die Deutsche Schule Helsinki gehört zu den mehr als 140 Deutschen Auslandsschulen, die von der Zentralstelle für das Auslandsschulwesen (ZfA) des Bundesverwaltungsamtes im Auftrag des Auswärtigen Amts und unter Mitwirkung der Länder personell, finanziell und pädagogisch betreut werden. Die ZfA verstärkt die qualitätsorientierte Schulentwicklung und unterstützt die Gründung neuer Schulen mit deutschem Profil. Sie berät lokale Schulen beim Aufbau des Deutschunterrichts und bei der Einführung deutscher Schulabschlüsse nach internationalen Standards.

Datum: 16.04.2014
Quelle: Zentralstelle für das Auslandsschulwesen (ZfA)
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