Archiv 2014

Staatsministerin Böhmer in Chile


Am 17. März besuchte Prof. Dr. Maria Böhmer, Staatsministerin im Auswärtigen Amt, zusammen mit dem Deutschen Botschafter Hans Henning Blomeyer-Bartenstein die deutsche Auslandsberufsschule INSALCO, das Lehrerbildungsinstitut (LBI) und die Fachberatung in Chile.

Die Staatsministerin war anlässlich der Amtseinführung der neuen chilenischen Präsidentin Michelle Bachelet nach Chile gekommen. Schon im Gespräch mit der neu gewählten Präsidentin nutzte sie die Gelegenheit, das Thema Berufsbildung auf die Tagesordnung zu bringen und Möglichkeiten der Zusammenarbeit mit Deutschland auf diesem Feld auszuloten.

Ein Gebäude, zwei Sprachen, drei Institutionen

Nach dem Motto „Ein Gebäude, zwei Sprachen, drei Institutionen“ begrüßten LBI-Rektor Dr. Alban Schraut, INSALCO-Rektor Rudi Schwinghammer und Anna Hendrischk-Seewald, Fachberaterin der Zentralstelle für das Auslandsschulwesen (ZfA) in Santiago, die Staatsministerin.

Mit großem Interesse besichtigte Böhmer das Gebäude, in dem die drei von der ZfA geförderten Institutionen vertreten sind, fragte nach Studienplänen, sprach mit Dozentinnen und Dozenten und nahm sich auch Zeit, mit den Studierenden von INSALCO und LBI ins Gespräch zu kommen.

Schlüsselrolle des LBI für die Deutschen Schulen Chiles

Böhmer würdigte das Fortbildungsangebot des LBI für die Deutschen Auslandsschulen sowie die Bemühungen um eine DaF-Oberstufenlehrerausbildung, die 2015 anlaufen soll. Die Deutschen Schulen, so die Staatsministerin, benötigen dringend gut aus- und fortgebildete deutschsprachige Lehrkräfte, so dass das LBI eine Schlüsselrolle für die Zukunft der Deutschen Schulen Chiles innehabe. Der Fachberaterin dankte die Staatsministerin für Ihre Arbeit, die Sprachbeihilfeschulen engagiert zu begleiten und mit modernen didaktischen Arrangements wie Seminaren zu poetry slam und „Jugend debattiert“ sowie Wettbewerben bei Kindern und Jugendlichen für die deutsche Sprache zu werben.

Duale Ausbildung Verkaufsschlager im Ausland

Besonderes Interesse brachte Staatsministerin Böhmer auf Seiten des INSALCO der dualen Ausbildungsidee entgegen, der sie insbesondere in Chile absolute Zukunftsfähigkeit bescheinigte: Die Duale Ausbildung sei im Bereich Bildung ein großartiger Verkaufsschlager im Ausland.

Dass die qualitativ hochwertige duale Ausbildung, wie sie im INSALCO angeboten wird, auch in der stark auf ein Universitätsstudium fokussierten chilenischen Bildungswelt an Attraktivität gewinnt, zeigen die in den letzten Jahren gestiegene Nachfrage von Ausbildungsbewerberinnen und -bewerbern einerseits und der darunter signifikant steigende Anteil von Uni-Absolventinnen und -Absolventen andererseits.

Brückenkopf zwischen Deutschland und Chile

Vom Sprach- und Anspruchsniveau der angehenden Kaufleute konnte sich dann die Staatsministerin selbst überzeugen und freute sich besonders über das hohe Sprachniveau in Deutsch. Und sie zeigte sich auch überzeugt von der Sinnhaftigkeit deutscher Berufsbildung im Ausland, denn jeder dieser Auszubildenden kann später ein – kleinerer oder größerer – Brückenkopf in der Entwicklung der Wirtschaftsbeziehungen zwischen Deutschland und Chile sein.

Den aktuellen Ausbildungsanfängerinnen und -anfängern steht allerdings erst einmal noch eine intensive zweijährige Wegstrecke bis zum Examen bevor. Nach dem Besuch von Staatsministerin Böhmer dürften sie sich jedoch bestens motiviert zeigen, diese Wegstrecke erfolgreich zurückzulegen.

Den Studierenden von INSALCO und LBI gab sie mit auf dem Weg: „Mit der deutschen Sprache steht Ihnen eine erfolgreiche berufliche Zukunft offen!“

Datum: 27.03.2014
Quelle: Zentralstelle für das Auslandsschulwesen (ZfA)

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