Archiv 2014

Direktoren rumänischer DSD-Schulen tauschen sich aus


Die zahlreichen Fortbildungs- und Austauschprogramme, PASCH und Neuerungen beim Deutschen Sprachdiplom (DSD) der Kultusministerkonferenz standen auf dem Programm der Direktorenkonferenz, die Mitte März in Bukarest stattfand.

Dieter Jaeschke, Fachberater/Koordinator der Zentralstelle für das Auslandsschulwesen (ZfA) in Bukarest, hat die Tagung gemeinsam mit seinen Fachberater-Kolleginnen Birgit Söldenwagner aus Temeswar und Birgit van der Leeden aus Sibiu/Hermannstadt organisiert. „Da Schulleitungen in Rumänien oftmals häufiger wechseln als in Deutschland, ist es wichtig, alle zwei bis drei Jahre diese Begegnungen anzustoßen“, so Jaeschke.

Die stellvertretende Leiterin der Deutschen Botschaft Bukarest, Julia Gross, bekräftigte die Bedeutung der DSD-Schulen für die deutsch-rumänische Bildungskooperation. „Sie bauen die Brücke, die die junge rumänische Generation mit Deutschland verbindet“, sagte die Diplomatin beim Empfang anlässlich der Direktorenkonferenz in Bukarest. „Mit der Entscheidung, an Ihren Schulen Deutsch zu fördern, leisten Sie einen entscheidenden Beitrag für die Qualifikation Ihrer Schülerinnen und Schüler für Studium und Beruf.“

Glücksfall PASCH


Der Teilnehmerkreis entpuppte sich als sehr heterogen: So trafen Leiterinnen und Leiter von Gymnasien mit jahrhundertealter deutschsprachiger Tradition auf Schulen, die gerade erst das DSD-Antragsverfahren durchlaufen. „Es ist für eine Schule ein Glücksfall, zur PASCH-Initiative zu gehören“, freute sich Andrea Badea, Schulleiterin aus Constanta. „Die Fülle der Stipendien- und Fördermöglichkeiten ist schier unglaublich.“ Die vom Auswärtigen Amt initiierte PASCH-Initiative vernetzt weltweit mehr als 1.700 Schulen, an denen Deutsch einen besonders hohen Stellenwert hat und wird von der ZfA, dem Goethe-Institut, dem Deutschen Akademischen Austauschdienst und dem Pädagogischen Austauschdienst umgesetzt. Ziel ist eine internationale weltumspannende Lerngemeinschaft, die Schulen, ihre Lehrkräfte und ihre Schülerinnen und Schüler anregt, sich untereinander auszutauschen und in deutscher Sprache zusammenzuarbeiten.

Lösungsstrategien für den Leitungsalltag

Der Umgang mit sehr heterogenen Lerngruppen war ein wichtiges Thema im Austausch der Leiter sogenannter „Muttersprachenschulen“ mit Dr. Alexandru Szepesi, dem Direktor für Minderheitenschulwesen. An unterschiedlichen „Thementischen“ suchten die Schulleiterinnen und Schulleiter dann gemeinsam Lösungsstrategien für die für sie jeweils drängendsten Probleme im Leitungsalltag. Und auch wenn es für viele Probleme struktureller Art keine leichte oder gar schnelle Lösung gibt, stieß die Möglichkeit zum Erfahrungs- und Gedankenaustausch auf viel Wertschätzung.

In Rumänien gibt es derzeit 50 DSD-Schulen und eine Deutsche Auslandsschule, die von der Zentralstelle für das Auslandsschulwesen (ZfA) des Bundesverwaltungsamtes im Auftrag des Auswärtigen Amts und unter Mitwirkung der Länder personell, finanziell und pädagogisch betreut werden. Die ZfA verstärkt die qualitätsorientierte Schulentwicklung und unterstützt die Gründung neuer Schulen mit deutschem Profil. Sie berät lokale Schulen beim Aufbau des Deutschunterrichts und bei der Einführung deutscher Schulabschlüsse nach internationalen Standards.

Datum: 19.03.2014
Quelle: Zentralstelle für das Auslandsschulwesen (ZfA)

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