Archiv 2014

DSD-Programm in China 2013 so erfolgreich wie nie


Im Jahr 2013 fanden an elf chinesischen Mittelschulen insgesamt 112 Prüfungen zum Deutschen Sprachdiplom (DSD) der Kultusministerkonferenz auf der Stufe II statt.

93 Schülerinnen und Schüler konnten im Mai das DSD II in Empfang nehmen, das ihnen die Türen zu deutschen Universitäten öffnet. „Über 75 Absolventinnen und Absolventen haben sich an mehr als 80 deutschen Hochschulen beworben und erhielten aufgrund ihrer besonderen Leistungen im Abitur und im DSD II alle einen Studienplatz in einer Stadt und einem Studienfach ihrer Wahl“, freut sich Jörg Drenkelfort, Fachberater der Zentralstelle für das Auslandsschulwesen (ZfA) in Chengdu. Neben Drenkelfort koordinieren an den Standorten Peking und Shanghai noch zwei weitere ZfA-Fachberaterinnen das DSD-Programm in China.

An zehn chinesischen Schulen fanden 2013 insgesamt fast 200 DSD-I-Prüfungen als Abschlussprüfung statt. Das DSD I gilt als sprachliche Voraussetzung für die Aufnahme an ein Studienkolleg in Deutschland. 163 Schüler der Jahrgangsstufe 12 erreichten das DSD-I-Niveau. Von den fast 140 Absolventinnen und Absolventen, die sich nach der Jahrgangsstufe 12 in Deutschland an einem Studienkolleg beworben haben, erhielten circa 75 Prozent einen Platz. „Das ist nicht zuletzt der engen Zusammenarbeit der ZfA-Fachberaterinnen und -Fachberater mit den Studienkollegs in Deutschland zu verdanken“, so Drenkelfort. „Zwei DSD-I-Schüler konnten 2013 aufgrund exzellenter Leistungen im DSD, im Abitur und im Aufnahmetest der Uni Karlsruhe (KIT) sogar direkt für ein Studium zugelassen werden“, berichtet der Fachberater.

Hohe Bereitschaft in Deutschland zu studieren

Die hohe Erfolgsquote des DSD-Programms in China hat vielerlei Gründe. Wer Deutsch lernt, will auch nach dem Abitur zum Studium nach Deutschland. Das kostenlose Studium, erstklassige Hochschulen und der gute Ruf Deutschlands nicht nur in den Bereichen Technik, Ausbildung und Lebensqualität sind mitentscheidende Gründe für die hohe Bereitschaft, nach dem Abitur nach Deutschland zu gehen.


„Die chinesischen Schülerinnen und Schüler haben traditionell bedingt eine sehr positive und hohe Lernbereitschaft, die durch den steigenden Konkurrenzdruck im Land noch erhöht wird. Wer dann neben Englisch noch Deutsch lernt und im Ausland studiert, steigert seine Berufs- und Erfolgsaussichten in China um ein Vielfaches“, weiß Drenkelfort.

Engagement der ZfA vor Ort

Auch das Engagement der ZfA vor Ort spielt eine wichtige Rolle: finanzielle und personelle Unterstützung für die 47 DSD-Schulen und die vier Deutschen Auslandsschulen in China, Workshops und Veranstaltungen für die Schülerinnen und Schüler sowie weiter- bzw. fortbildende Seminare für die Lehrkräfte werden begeistert aufgenommen und von chinesischer Seite hoch geschätzt.

Für die kommenden Jahre wird mit noch mehr chinesischen Schülerinnen und Schülern zu rechnen sein, die nach dem Abitur den Weg zu einem Studium nach Deutschland gehen möchten. Momentan befinden sich insgesamt etwa 5.000 Schülerinnen und Schüler im DSD-Programm in China.

Neben der intensiven Unterstützung der Schülerinnen und Schüler bei ihren Deutschland-Bewerbungen möchte das ZfA-Team in China im Bereich Studienkoordination künftig auch genauer evaluieren, wie erfolgreich die DSD-Schülerinnen und Schüler an den deutschen Universitäten und Hochschulen tatsächlich sind und was nach einem erfolgreich absolvierten Studium aus ihnen wird.

Datum: 13.03.2014
Quelle: Zentralstelle für das Auslandsschulwesen (ZfA)

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