Archiv 2014

Regionalfinale „Jugend debattiert in China“


Zeitgleich in drei chinesischen Städten fand am 1. März das Regionalfinale des von der Zentralstelle für das Auslandsschulwesen (ZfA) durchgeführten Wettbewerbs „Jugend debattiert in China“ statt.

Über 300 Schülerinnen und Schüler von 16 Sprachdiplomschulen nahmen teil. Sie diskutierten kontrovers in deutscher Sprache über aktuelle Themen. Die Regionalsieger fahren im Mai zum landesweiten Finale.

Seit September 2013 wurde in den Klassen geübt, bis sich im Januar die in den Schulausscheidungen ermittelten Gewinnerinnen und Gewinner auf das Regionalfinale des von der Stiftung Mercator geförderten Wettbewerbs vorbereiten konnten. Alle teilnehmenden Schulen bieten das Deutsche Sprachdiplom (DSD) der Kultusministerkonferenz an, das auf der Stufe II den sprachlichen Nachweis zur Aufnahme eines Studiums in Deutschland darstellt.

Schwere Entscheidung in Shanghai

Für die Regionalrunde der Region Shanghai war die Shanghaier Fremdsprachenschule (FSS) Gastgeber. Dort debattierten in zwei Runden die zwölf Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Shanghai, Nanjing, Xiamen und Yuxi (Yunnan) zu den Fragen, ob alle Schülerinnen und Schüler verpflichtend ein Ehrenamt ausführen sollten und ob die Massentierhaltung verboten werden sollte.


„Nach spannenden Debattenrunden hatte es die Jury, in der neben den Deutschlehrerinnen und Deutschlehrern auch Oliver Thäle vom deutschen Generalkonsulat, Laura Sturm vom Goethe-Institut und Hannah Illing von der deutschen Auslandshandelskammer vertreten waren, sehr schwer, die Gewinnerinnen und Gewinner zu ermitteln“, betonte ZfA-Fachberaterin Gundula Meyer-Oehring.

Gewonnen hat Pu Xinyun von der FSS Shanghai, Zweite wurde Liu Junwei von der FSS Xiamen. Dritter wurde Cheng Sipeng von der FSS Nanjing und Vierter Lin Zijun von der FSS Shanghai Pudong.

Glückliche Gewinner in Peking

In der FSS Taiyuan debattierten die zwölf Gewinnerinnen und Gewinner der Schulwettbewerbe aus der Region Peking über dieselben Themen. Auf drei mögliche Themen hatten sich die jungen Deutschlernerinnen und Deutschlerner vorbereitet, zwei wurden kurz vorher durch Los gezogen. Je nach Wissensstand konnten die Schülerinnen und Schüler im Bereich Sachkenntnis zusätzliche Punkte gewinnen. Zu den Kriterien Ausdrucksvermögen, Gesprächsfähigkeit und Überzeugungskraft wurden sie von ihren Lehrerinnen und Lehrern geschult. Glückliche Gewinnerinnen und Gewinner waren hier die Schülerinnen Liu Zichang aus der FSS Peking Beiwai, Wu Di und Jiao Yuxuan aus der FSS Taiyuan 2 und Liu Yuhan, aus der FSS Jinan.

Knappes Ergebnis in Chengdu

In Chengdu, Sichuan, war die Fremdsprachenschule Chengdu (FLS) Austragungsort der Veranstaltung. Hier wurde lebhaft darüber debattiert, ob an den Schulen kostenfreier Internetzugang für alle eingerichtet werden sollte und ob alle Schüler verpflichtend ein Ehrenamt ausführen sollten. Beteiligt waren die drei DSD-II-Schulen in Chengdu und die drei DSD-II-Schulen aus Chongqing und Wanzhou. In der Jury saß neben den Lehrkräften auch der stellvertretende deutsche Generalkonsul in Chengdu, Jens Kraus-Massé. Das Ergebnis fiel am Ende äußerst knapp aus.

Die Gewinnerinnen und Gewinner kamen aus der Experimentellen Fremdsprachenschule Chengdu: Wang Hongyi, erster Platz und Zhu Mingxi, dritter Platz. Platz zwei und vier gingen an Gan Xinyu und Li Jiaqi, beide von der FSS Chongqing.

Alle zwölf Gewinnerinnen und Gewinner dieser Regionalrunden werden sich im großen Landesfinale Anfang Mai in Shanghai untereinander messen und vorab am gemeinsamen Siegertraining mit dem Trainer Tim Wagner, Dozent für „Jugend debattiert“ aus Deutschland, teilnehmen.

Alle Erst- und Zweitplatzierten haben zusätzlich noch ein Prämienstipendium des Pädagogischen Austauschdienstes für einen vierwöchigen Deutschlandaufenthalt im Sommer gewonnen. Der Wettbewerb, dieses Jahr auch ein Beitrag zum Deutsch-Chinesischen Sprachenjahr, wird bereits zum vierten Mal an den von der ZfA geförderten Sprachdiplomschulen durchgeführt und soll die Sprach- und Kommunikationsfähigkeit der Schülerinnen und Schüler stärken, den Austausch von Meinungen und Gedanken zu verschiedenen gesellschaftlichen Themen anregen sowie die Vernetzung der Schülerinnen und Schüler untereinander fördern.

Datum: 07.03.2014
Quelle: Zentralstelle für das Auslandsschulwesen (ZfA)

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