Archiv 2014

Bücherspende für Sprachdiplomschule in Minsk


Gedruckte Bücher sind in Belarus ein Medium, das für die Leserinnen und Leser trotz E-Books und der Konkurrenz anderer Medien nichts an Faszination verloren hat.

Nicht anders ist der Andrang zu erklären, der auf der XXI. Minsker Internationalen Buchmesse vom 5. bis 9. Februar herrschte. Eine von der Zentralstelle für das Auslandsschulwesen (ZfA) betreute Schule, das Minsker Gymnasium Nr. 20, rückte dabei kurz in den Mittelpunkt am Stand der Bundesrepublik Deutschland.

Die XXI. Internationale Buchmesse fand im Minsker Expopavillon statt und war stark besucht. Die Bundesrepublik Deutschland präsentierte sich mit einem vielbeachteten Stand mit Büchern aus den verschiedensten Bereichen. Doch wohin mit den Exponaten nach Ende der Ausstellung? Die Deutsche Botschaft Minsk hatte als Organisator des deutschen Standes wie in jedem Jahr zu entscheiden, an wen die Bücher gespendet werden. Die Wahl fiel unter anderem auf das Gymnasium Nr. 20 in Minsk, das das Deutsche Sprachdiplom (DSD) der Kultusministerkonferenz anbietet.


Nachahmenswerter Weg

Bei einem Empfang am deutschen Stand am 6. Februar war es so weit: Der stellvertretende Botschafter, Dr. Holger Rapior, übergab die Bücher zunächst symbolisch in Form eines repräsentativen Bildbandes an die stellvertretende Schulleiterin, Natalia Dereklewa. Er kündigte an, dass er in den darauffolgenden Tagen das eigentliche Paket an die Schule bringen werde. ""Die Partnerschaft mit dem Gymnasium Nr. 20 tritt in eine neue Phase ein: Die ersten DSD-Prüfungen stehen an"", hob Rapior hervor. ""Diese Schule hat einen nachahmenswerten Weg eingeschlagen, indem sie Deutsch als alternative Wahlpflichtfremdsprache ab Klasse 5 seit fünf Jahren neu aufbaut"", ergänzte ZfA-Fachberater Werner Lieberknecht. Die aktuellen Bücher werden den Deutschunterricht ergänzen und die Schulbibliothek bereichern.

Das Gymnasium Nr. 20 in Minsk gehört zu den über 1000 Sprachdiplomschulen und den mehr als 140 Deutschen Auslandsschulen, die von der Zentralstelle für das Auslandsschulwesen (ZfA) des Bundesverwaltungsamtes im Auftrag des Auswärtigen Amts und unter Mitwirkung der Länder personell, finanziell und pädagogisch betreut werden. Die ZfA verstärkt die qualitätsorientierte Schulentwicklung und unterstützt die Gründung neuer Schulen mit deutschem Profil. Sie berät lokale Schulen beim Aufbau des Deutschunterrichts und bei der Einführung deutscher Schulabschlüsse nach internationalen Standards. In Belarus werden von der ZfA zurzeit neun Sprachdiplomschulen betreut. Weitere Schulen nehmen im Rahmen eines Länderprojekts an den Prüfungen zum DSD I teil.
Datum: 20.02.2014
Quelle: Zentralstelle für das Auslandsschulwesen (ZfA)

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