Archiv 2014

Mit Erinnerungen den Weg in die Zukunft finden


PASCH-Schülerinnen und Schüler aus dem kroatischen Pula besuchten die Ausstellung des Goethe-Instituts „recorded memories / eingeschriebene Erinnerung“.

Rastlosigkeit des 21. Jahrhunderts, moderne Medien, Hektik des Alltags – all das ließen die PASCH-Schülerinnen und Schüler aus dem kroatischen Pula für einige Stunden hinter sich und nahmen sich Zeit für persönliche und fremde „eingeschriebene Erinnerungen“. Die Ausstellung des Goethe-Institutes „recorded memories / eingeschriebene Erinnerung“, die noch bis zum 1. März im Museum für moderne und zeitgenössische Kunst der Stadt Rijeka zu sehen ist, machte dies möglich. Für die Ausstellung haben sich 23 Küstlerinnen und Künstler aus elf südosteuropäischen Ländern mit individueller und kollektiver Erinnerung auseinandergesetzt.

Die künstlerischen Arbeiten den Ländern der Region Südosteuropa haben unsere Schülerinnen und Schüler sehr beeindruckt und sie ganz spontan veranlasst, aus einer anderen Perspektive auf die geschichtlichen Ereignisse des letzten Jahrhunderts zu blicken. Obwohl viele Themen für die politische Geschichte anderer südosteuropäischer Länder spezifisch sind, fiel es den jungen Ausstellungsbesuchern nicht schwer, sich mit den dargestellten Situationen zu identifizieren und Gemeinsamkeiten mit der nationalen Geschichte ihres Landes zu finden.


Zweisprachiger Workshop zum Thema Erinnerungen

Museumspädagogin Milica Djilas und die Workshopleiter Marieta Djakovic und Dirk Lyon schafften es, den Schülerinnen und Schülern die künstlerischen Werke auf einfühlsame Art und Weise ein Stück näher zu bringen und sie für fremde – aber auch für Erinnerungen aus dem eigenen Familienkreis – zu sensibilisieren. Im zweisprachigen deutsch-kroatischen Workshop erhielten die Jugendlichen die Gelegenheit, eigene Familienfotos zu präsentieren und andere an ihren persönlichen Erinnerungen teilhaben zu lassen.


Fachübergreifende Auswirkungen auf den Unterricht

Aufschlussreiche Familiengespräche im Vorfeld, facettenreiche Ausstellungseindrücke sowie die wertvollen Gespräche mit anderen Klassen nach der Rückkehr an die Schule haben nachdenklich gemacht. Der Besuch der Ausstellung hat nicht nur im Deutsch- sondern auch im Geschichtsunterricht interessante Diskussionen entfacht und so neue Möglichkeiten geschaffen, sich gegenseitig besser kennenzulernen und zu verstehen. Im Rahmen der Initiative: Schulen Partner der Zukunft sind nach „recorded memories“ weitere Aktivitäten rund um kollektive und eigene Erinnerungen an der vom Goethe-Institut betreuten PASCH-Schule geplant, mit dem Ziel unsere Deutschlernenden noch effektiver für interkulturelle Themen zu sensibilisieren und ihnen Mut und Kraft zu geben, in ihrem Leben kulturelle Trennlinien leichter zu überwinden.

Für diese wichtigen Erfahrungen und die große Bereicherung für uns alle möchten wir dem Goethe-Institut, dem Museum für Photographie Braunschweig und allen beteiligten Künstlerinnen und Künstlern ganz herzlich danken, die dieses länder- und kulturenübergreifende Projekt ins Leben gerufen haben.

Datum: 18.02.2014
Quelle: Marina Bojanic und Vesna Pavletic, Schule für Tourismus, Gastgewerbe und Handel, Pula, Kroatien
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