Archiv 2014

Außenminister Steinmeier besucht Sprachdiplomschule in Griechenland


Im Rahmen seiner Griechenlandreise besuchte der deutsche Außenminister Frank-Walter Steinmeier am 10. Januar auch die Athener Sprachdiplomschule Ellinogermaniki Agogi.

Die Schule wird von der Zentralstelle für das Auslandsschulwesen (ZfA) betreut. Außenminister Steinmeier hatte konkret den Wunsch geäußert, griechische Partnerschulen des Netzwerks „Schulen: Partner der Zukunft“ (PASCH) kennenzulernen und dort mit Schülerinnen und Schülern zu diskutieren. 2008 hatte Steinmeier in seiner damaligen Funktion als Außenminister die PASCH-Initiative selbst ins Leben gerufen. PASCH vernetzt inzwischen mehr als 1.700 Schulen mit intensivem Deutschprogramm weltweit.

Der Außenminister kam in Begleitung des Deutschen Botschafters Wolfgang Dold, weiteren Mitarbeitern der Deutschen Botschaft sowie einer Gruppe von deutschen und griechischen Journalisten. Die Aula war gefüllt mit rund 150 Oberstufenschülerinnen und -schülern, Lehrkräften und Journalisten. Im Hintergrund liefen Kameras der großen griechischen Fernsehsender. Auch Schülerinnen und Schüler weiterer PASCH-Schulen, wie die Deutsche Schule Athen und das Musikgymnasium Pallini, waren gekommen.

Perspektiven für griechische Jugendliche

Nach einer kurzen Begrüßung durch den Schulleiter Dr. Stavros Savas wurde ein kurzes Video gezeigt, das Absolventinnen und Absolventen der Schule, die heute in Deutschland studieren, gemeinsam produziert hatten. Das Deutsche Sprachdiplom (DSD) der Kultusministerkonferenz gilt auf der Stufe II als Sprachnachweis für ein Studium in Deutschland.


Im Anschluss daran diskutierte der Außenminister mit den Jugendlichen und es kam zu einem lebhaften Gespräch, nicht nur auf dem Podium, sondern auch mit dem Publikum. Den Minister interessierte, was griechische Jugendliche heutzutage bewegt. Die Schülerinnen und Schüler nannten unter anderem die Jugendarbeitslosigkeit in Griechenland, Wege zur Überwindung der griechischen Wirtschaftskrise und die Perspektiven der griechischen Jugendlichen. Der Minister betonte, die Jugendarbeitslosigkeit sei eine Folge wirtschaftlicher Probleme, die gelöst werden müssen. Es gebe keinen leichten Ausweg, aber der Weg der Reformen müsse ergänzt werden durch Möglichkeiten der Wirtschaft, auch stärker zu wachsen. Vor allen Dingen brauche Griechenland Investitionen, auch aus dem Ausland.


Steinmeier wünschte den Schülerinnen und Schülern einen erfolgreichen Berufsweg und erhielt zum Schluss von Kindern der 5. Klassen ein Abschiedsgeschenk.

Die Zentralstelle für das Auslandsschulwesen (ZfA) des Bundesverwaltungsamtes betreut in Griechenland zwei Deutsche Auslandsschulen und vier Sprachdiplomschulen. Im Auftrag des Auswärtigen Amts und unter Mitwirkung der Länder fördert die ZfA derzeit insgesamt mehr als 140 Deutsche Auslandsschulen und rund 1.000 Sprachdiplomschulen in finanzieller, personeller und pädagogischer Hinsicht. Die ZfA verstärkt eine qualitätsorientierte Schulentwicklung und unterstützt die Gründung neuer Schulen mit deutschem Profil. Sie berät lokale Schulen beim Aufbau des Deutschunterrichts und bei der Einführung deutscher Schulabschlüsse nach internationalen Standards.
Datum: 14.01.2014
Quelle: Zentralstelle für das Auslandsschulwesen (ZfA)

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