Archiv 2013

DSD-Schulleiterkonferenz in Helsinki


Am 4. November fand die zweite Schulleiterkonferenz der zwölf Schulen, die in Finnland das Deutsche Sprachdiplom (DSD) anbieten, in der Deutschen Schule Helsinki statt.

Neben den Schulleiterinnen und Schulleitern der bereits bestehenden DSD-Schulen nahmen auch zwei Schulleiter teil, die ab dem kommenden Schuljahr ebenfalls das DSD der Kultusministerkonferenz anbieten möchten. „Die rege Teilnahme zeigt, dass das Sprachdiplomprogramm in Finnland auf solidem Fundament steht und nach wie vor attraktiv ist“, erklärt Helga Fiechtner, Fachberaterin der Zentralstelle für das Auslandsschulwesen in Helsinki. Die aktuellen und im kommenden Jahr zu erwartenden Teilnehmerzahlen an den DSD-Prüfungen, über die die Schulleiterinnen und Schulleiter zu Beginn der Konferenz informiert wurden, bestätigten diesen Eindruck.

Voraussetzung für ein Studium in Deutschland

Das besondere Interesse der Konferenzteilnehmer galt zwei Vorträgen, in denen sie über die Möglichkeiten unterrichtet wurden, die ihre Schülerinnen und Schüler haben, wenn sie das DSD der Stufe II geschafft haben: Die Absolventinnen und Absolventen erfüllen mit dem DSD II die sprachliche Voraussetzung für ein Hochschulstudium in Deutschland.

Christian Busse, Pressereferent der Deutsch-Finnischen Handelskammer, widmete sich in seinem Vortrag den Wirtschaftsbeziehungen zwischen Finnland und Deutschland. Schwerpunkte seiner Ausführungen waren die Darstellung des Arbeitsmarktes in Deutschland und der Möglichkeiten der dualen Berufsausbildung für finnische Jugendliche mit Deutschkenntnissen.

In einem weiteren Vortrag stellte Dina Heegen, DAAD-Lektorin an der Universität Turku, den Studienstandort Deutschland vor. Sie wies außerdem darauf hin, dass es in Finnland die Möglichkeit zu einem zweisprachigen Studium gibt. So gibt es Studiengänge, in denen die Universität Turku mit deutschen Universitäten kooperiert und die Studenten an beiden Universitäten jeweils einen Teil ihres Studiums absolvieren können.

Ergänzt wurden die beiden Vorträge durch Ausführungen des Schulleiters der Deutschen Schule Helsinki, der seine Schule als Ressourcenzentrum vorstellte.

Deutsche Sprache als Schlüsselqualifikation


Zum Abschluss des Konferenztages empfing der Botschafter Dr. Thomas Götz die Konferenzteilnehmerinnen und -teilnehmer in der Deutschen Botschaft. In seiner Rede wies er auf die sehr guten wirtschaftlichen, politischen und kulturellen Beziehungen zwischen Finnland und Deutschland hin. Er betonte dabei die Bedeutung der deutschen Sprache als Schlüsselqualifikation für alle, die mit Deutschland und dem deutschen Arbeitsmarkt in Beziehung stehen. In diesem Zusammenhang wandte sich der Botschafter direkt an die finnischen Schulleiterinnen und Schulleiter. Er dankte ihnen für ihre Unterstützung des Deutschunterrichts an ihren Schulen und betonte, dass dies eine sehr gute Investition in die Zukunft ihrer Schülerinnen und Schüler sei.

Die Deutsche Schule Helsinki und die zwölf DSD-Schulen in Finnland gehören zu den rund 1.100 Schulen, die von der Zentralstelle für das Auslandsschulwesen (ZfA) des Bundesverwaltungsamtes im Auftrag des Auswärtigen Amts und unter Mitwirkung der Länder personell, finanziell und pädagogisch betreut werden. Die ZfA verstärkt die qualitätsorientierte Schulentwicklung und unterstützt die Gründung neuer Schulen mit deutschem Profil. Sie berät lokale Schulen beim Aufbau des Deutschunterrichts und bei der Einführung deutscher Schulabschlüsse nach internationalen Standards.
Datum: 29.11.2013
Quelle: Zentralstelle für das Auslandsschulwesen (ZfA)
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