Archiv 2013

Gewinnerinnen des PASCH-Global-Schreibwettbewerbs bei den Jugendmedientagen in Berlin


„Umwelt ist Zukunft“ war das Thema des Schreibwettbewerbs auf
PASCH-net. Erster und zweiter Preis waren eine Reise zu den Jugendmedientagen in Berlin im Oktober 2013.

Mit ihrem Text „Das Stahlwerk in Zenica“ hat die 19-jährige Sajra Subasic aus Bosnien-Herzegowina den Schreibwettbewerb der Online-Schülerzeitung der PASCH-Initiative gewonnen. Bis zum Sommer 2013 war sie Schülerin am Ersten Gymnasium in Zenica, einer vom Goethe-Institut betreuten PASCH-Schule. Seit Kurzem studiert sie Journalismus in Sarajevo.

„Umwelt mit den Augen der Kinder“ lautet der Titel des Textes, mit dem Liana Al Schawawrech (17 Jahre) aus der Ukraine den zweiten Platz beim Wettbewerb belegt hat. Liana hat im Sommer 2013 die Schule am Spezializovana ZOSh I - III Nr. 6 in Chmelnytskyj beendet und studiert nun Germanistik in Lwiw.


Vom 24. bis zum 27. Oktober 2013 haben Sajra und Liana an den Jugendmedientagen 2013 in Berlin teilgenommen. Die Jugendmedientage richten sich an junge Medienmacher zwischen 16 und 26 Jahren und werden von der Jugendpresse Deutschland e. V. in Zusammenarbeit mit der Bundeszentrale für politische Bildung veranstaltet. Die Jugendmedientage bieten ein vielseitiges Programm: Workshops, Diskussionen und Einblicke in die Welt der Medien. Zur Medienmesse am 25. Oktober waren zusätzlich Schulklassen, Studierende und alle Interessierten eingeladen. PASCH-Global war auf der Medienmesse mit einem Stand vertreten, der auf reges Interesse stieß.

Eindrücke von den Jugendmedientagen

Sajra: „Da ich Journalismus studiere, waren die Jugendmedientage sehr informativ. Besonders interessant waren die vielen Erfahrungsberichte von Fachleuten und ich hatte die Chance direkt zu sehen, wie es bei den Medienmachern so zugeht. Generell war der Stundenplan dicht gefüllt, sodass wir immer etwas zu tun und sehen hatten. Ich habe einen Videoworkshop besucht, wo wir einen Kurzfilm drehten, und ich war noch mit einer Gruppe auf einem Rundgang bei der Berliner Philharmonie – was auch mein persönliches Highlight war. Natürlich habe ich auch ein paar nette Menschen kennengelernt und mein Deutsch wieder aufgefrischt. Schon länger wollte ich nach Berlin fahren, um diese Stadt voller Geschichte und Kultur endlich zu sehen. Und der erste Besuch konnte nicht schöner sein. Ich war schon in mehreren Städten Deutschlands, aber Berlin ist ganz anders – riesengroß und voller Ereignisse. Doch gerade als ich mich daran gewöhnt hatte, waren die vier Tage vorbei. Doch viele Bekanntschaften, Erfahrungen und schöne Erinnerungen bleiben.“

Liana: „Zu den Jugendmedientagen bin ich zum ersten Mal ganz allein gereist, ohne jemanden aus der Ukraine, und dachte: oh, wie soll das werden? Aber dann habe ich hier schnell eine gute Freundin gefunden, ein Mädchen aus Stuttgart. Ich habe das Gefühl, sie schon ewig zu kennen, obwohl wir uns erst vor zwei Tagen getroffen haben!

Die Jugendmedientage sind für mich eine gute Möglichkeit, meine Deutschkenntnisse weiter zu verbessern. Und natürlich gibt es bei diesem Festival der Medien viele interessante Dinge zu sehen. Ich habe mit einer Gruppe das Fernsehstudio der ARD besichtigt, an einem Gespräch über Electronic Publishing teilgenommen und einen Foto- und Video-Workshop besucht. Journalistin möchte ich aber nicht werden. Mein Ziel ist, als Deutschlehrerin oder Dolmetscherin zu arbeiten.

PASCH-Projekte wie den Schreibwettbewerb finde ich gut: so viele Chancen, so viele Möglichkeiten! Ich bin das erste Mal in Berlin, und die Stadt erinnert mich an Kiew: groß und hektisch, die Leute sind sehr beschäftigt und laufen so schnell. Ich mag Städte wie Stuttgart lieber, dort war ich auch schon. Stuttgart erinnert mich an Lwiw, wo ich studiere: schöne Gebäude, und die Leute sind sehr freundlich.“

Datum: 04.11.2013
Quelle: Elisabeth Schwiontek, PASCH-net, Sajra Subasic
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