Archiv 2013

„Debattieren mit Herz und Verstand“


Am 26. und 27. September fand der erste landesweite Debattierwettbewerb Deutscher Schulen und Sprachdiplomschulen Chiles „Debattieren mit Herz und Verstand“ in Santiago statt.

Im Wettbewerb konnten die Schülerinnen und Schüler nicht nur ihre guten Deutschkenntnisse unter Beweis stellen, sondern ebenfalls zeigen, dass sie die Kunst des Debattierens beherrschen. Es ging darum, den Sachverhalt zu analysieren, den eigenen Standpunkt deutlich auszudrücken und dabei gleichzeitig den Argumenten der Mitstreitenden zuzuhören und darauf einzugehen. Initiiert wurde der Wettbewerb von Annegritt Hendrischk-Seewald, Fachberaterin der Zentralstelle für das Auslandsschulwesen (ZfA). Die Schirmherrschaft übernahm die Deutsche Botschaft Santiago.

Gastgeber des Halbfinales war die Deutsche Schule St. Thomas Morus, wo am 26. September 16 Schülerinnen und Schüler aus acht verschiedenen Deutschen Schulen und Sprachdiplomschulen (DS Punte Arenas, DS Puerto Varas, DS Osorno, DS Valdivia, DS Chillán, DS Valparaíso, DS St. Thomas Morus, DS Santiago) um den Einzug ins Finale kämpften. Debattiert wurde die Frage „Soll es den Führerschein ab 16 geben?“ Am darauffolgenden Tag ging es im Finale in der Deutschen Botschaft Santiago um das Thema: „Sollte die Inklusion in lateinamerikanischen Schulen obligatorisch sein?“

Gewinner reisen nach Buenos Aires

Nach einem spannenden Schlagabtausch stand die Jury vor der schwierigen Aufgabe aus acht ausgezeichneten Teilnehmerinnen und Teilnehmern vier Sieger auszuwählen, die die Schulen in Chile beim Internationalen Wettbewerb Ende Oktober in Buenos Aires vertreten und dort auf Schülerinnen und Schüler aus Argentinien, Paraguay und Ecuador treffen. Auf diese Aufgabe vorbereiten dürfen sich: Andrés Halabi Díaz (DS St. Thomas Morus), Camila Becker (DS Osorno), Kim Jacob (DS Santiago), Valentina Müller Urbina (DS St. Thomas Morus).


In der abschließenden Debatte der vier Gewinnerinnen und Gewinner über das Überraschungsthema „Sollte es ein Wahlrecht bereits ab 16 Jahren geben?“ konnte die Schülerin der Sprachdiplomschule Deutsche Schule Osorno, Camila Becker, mit den besten Argumenten überzeugen. Sie gewann ein Stipendium des Auswärtigen Amtes und freut sich nun auf eine spannende, vom Pädagogischen Austauschdienst organisierte Studienreise nach Deutschland.

„Die Debatte ist die Grundlage der Demokratie und wichtiger Bestandteil der Politik.“ Mit diesen Worten gratulierte Botschafter Hans-Henning Blomeyer-Bartenstein allen Teilnehmern des Wettbewerbs zu ihren hervorragenden Leistungen und ermunterte diese, sich auch weiterhin für die deutsche Sprache zu engagieren.

Die Deutsche Schule Santiago de Chile gehört zu den mehr als 140 Deutschen Auslandsschulen, die von der Zentralstelle für das Auslandsschulwesen (ZfA) des Bundesverwaltungsamtes im Auftrag des Auswärtigen Amts und unter Mitwirkung der Länder personell, finanziell und pädagogisch betreut werden. Die ZfA verstärkt die qualitätsorientierte Schulentwicklung und unterstützt die Gründung neuer Schulen mit deutschem Profil. Sie berät lokale Schulen beim Aufbau des Deutschunterrichts und bei der Einführung deutscher Schulabschlüsse nach internationalen Standards.

Datum: 07.10.2013
Quelle: Zentralstelle für das Auslandsschulwesen (ZfA)

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